Pummel Party auf der LAN: Acht Spieler und keiner spielt fair
Fazit: Pummel Party ist auf einer LAN weniger präziser Wettkampf als kontrollierter sozialer Ausnahmezustand – und genau darin liegt seine Stärke. Brettspiel, Minispiele, Items und direkte Sabotage produzieren ständig Situationen, über die der ganze Raum reden kann, während die niedrige Einstiegshürde dafür sorgt, dass auch Gelegenheitsspieler schnell mitmischen. Unterschiedliche Spielstärken steckt das Spiel dabei bemerkenswert gut weg: Gute Spieler besitzen in vielen Minispielen klare Vorteile, Würfel, Items und die anderen Teilnehmer sorgen aber zuverlässig dafür, dass daraus keine Bestandsgarantie für die Führung entsteht. Auch bei der Gruppengröße ist Pummel Party ausgesprochen unkompliziert. Vier, fünf, sechs, sieben oder acht Spieler funktionieren, ohne dass jemand wegen einer krummen Teilnehmerzahl auf die Ersatzbank muss. Zufall und Kingmaking verhindern allerdings gleichzeitig, dass sich aus dem Ergebnis zuverlässig der spielerisch Beste herauslesen lässt. Als streng kompetitives Hauptturnier ist Pummel Party deshalb nur bedingt geeignet, als Party- und Seeding Game dagegen hervorragend. Wer akzeptiert, dass eine souveräne Führung innerhalb einer Minute an einem Würfelwurf, einem Item und drei plötzlich erstaunlich kooperationsbereiten Gegnern zerbrechen kann, bekommt einen ausgezeichneten LAN-Titel. Die anschließende Versicherung, der koordinierte Angriff sei „wirklich nichts Persönliches“ gewesen, gehört praktisch schon zum Regelwerk.









