StarCraft II auf der LAN: Hätte man scouten können
Fazit: StarCraft II ist einer dieser Titel, bei denen eine LAN den eigentlichen Multiplayer nicht technisch ersetzt, ihm aber sozial eine völlig andere Qualität gibt. Die Partien laufen weiterhin über Battle.net und benötigen eine funktionierende Internetverbindung; sitzen die Spieler jedoch im selben Raum, werden aus Scoutinformationen, Timing-Angriffen und hektischen Verteidigungen direkte Zurufe, während ein verlorener Großkampf zuverlässig auch an den Nachbartischen wahrgenommen wird. Technisch stellt das inzwischen vergleichsweise genügsame RTS kaum hohe Anforderungen an die Rechner, spielerisch sieht es ganz anders aus: Build Orders, Multitasking, Kartenkenntnis und präzise Ausführung erzeugen ein erhebliches Skillgap. Stimmen die Leistungsstände oder werden Teams sinnvoll zusammengestellt, liefert StarCraft II dafür konzentrierte Matches, starkes Teamplay und ausgezeichnete Voraussetzungen für Turniere. Der größte Schwachpunkt bleibt ausgerechnet auf einer LAN unverändert: Ohne Battle.net und Internet gibt es keinen Multiplayer.









