Project Zomboid auf der LAN: Gemeinsam überleben, gemeinsam scheitern
Fazit: Project Zomboid entfaltet auf einer LAN seine größte Stärke als gemeinsames Survival-Projekt. Die Gruppe sichert Gebäude, organisiert Fahrzeuge, sucht Nahrung und Medikamente und entwickelt mit jeder Spielstunde Routinen, die irgendwann fast professionell wirken – bis ein Alarm, ein unvorsichtiger Schuss oder eine schlecht kontrollierte Tür zeigt, wie belastbar diese Professionalität wirklich war. Weil die Welt persistent ist und Charaktertode dauerhaft wirken, besitzen Fehler ein Gewicht, das weit über eine einzelne Runde hinausgeht. Genau das erzeugt starkes Teamplay und Geschichten, über die später noch gesprochen wird. Für klassische Turnierpläne ist Project Zomboid dagegen kaum geeignet: Rankings und fertige Turniermechaniken fehlen, während die langen Spielverläufe nur schwer in feste Match-Slots passen. Als roter Faden eines LAN-Wochenendes kann das Spiel dagegen hervorragend funktionieren. Der eigentliche Endgegner ist dabei gelegentlich nicht die Zombiepopulation, sondern der Mitspieler, dessen Satz „Ich schaue nur ganz kurz da rein“ bereits mehrere gemeinsame Charakterbiografien beendet hat.









