Fazit: Team Fortress 2 ist für eine LAN beinahe ein Musterbeispiel dafür, wie gut ein älterer Multiplayer-Titel altern kann. Bis zu 32 Spieler, neun klar unterscheidbare Klassen, schnelle Rollenwechsel und sehr unterschiedliche Spielmodi erlauben Matches, die einen erheblichen Teil selbst einer größeren Veranstaltung gleichzeitig beschäftigen. Dazu kommen niedrige Hardwareanforderungen, Free-to-Play und ein echter lokaler Serverbetrieb, der sich mit einem Dedicated Server hervorragend kontrollieren lässt. Spielerisch ist TF2 allerdings keineswegs so harmlos, wie sein Comic-Stil vermuten lässt. Kartenkenntnis, Aim, Klassenverständnis und Techniken wie Rocket- oder Sticky-Jumping können zwischen Veteranen und Neueinsteigern erhebliche Unterschiede erzeugen. Durch bewusste Teamzusammenstellung und die verschiedenen Rollen lässt sich das deutlich abfedern: Nicht jeder muss der beste Schütze im Raum sein, wenn ein guter Medic, ein sinnvoll platzierter Engineer oder der richtige Klassenwechsel im entscheidenden Moment die Partie dreht. Weniger perfekt ist TF2 bei der konkreten Gruppengröße. Die grundsätzliche Zwei-Team-Struktur bevorzugt gerade Teilnehmerzahlen, während sehr kleine Teams nur einen Teil der eigentlichen Klassenvielfalt abbilden. TF2 kann also außergewöhnlich viele Spieler aufnehmen, ist aber nicht vollkommen gleichgültig dagegen, wie viele davon tatsächlich mitspielen.