Diablo II auf der LAN: LoD oder Resurrected? Eine Frage mit Folgen
Fazit: Diablo II ist nicht nur einer der prägenden Klassiker des Action-Rollenspiels, sondern auch ein erstaunlich langlebiger Gruppentitel. Atmosphäre, Charakterentwicklung und die Jagd nach immer besserer Ausrüstung funktionieren auch Jahrzehnte später hervorragend, besonders wenn mehrere Spieler gemeinsam durch die Akte ziehen, Builds aufeinander abstimmen und sich gegenseitig mit Portalen oder Buffs unterstützen. Dabei ist das Spiel innerhalb seiner Kapazität ausgesprochen flexibel: Ob drei, fünf oder acht Spieler gemeinsam losziehen, verändert die Gruppendynamik, verlangt aber keine bestimmte Teamgröße oder feste Rollenverteilung. Große Unterschiede bei Erfahrung, Builds und Ausrüstung bleiben dagegen spürbar. Ein starker Charakter kann der Gruppe helfen, sie im Extremfall aber auch einfach hinter sich herziehen. Für eine LAN muss außerdem sauber zwischen den beiden Fassungen unterschieden werden. Das klassische Diablo II mit Lord of Destruction bietet echten TCP/IP-Multiplayer und kann tatsächlich lokal gespielt werden. Resurrected sieht moderner aus und bietet mehr Komfort, zwingt Mehrspielergruppen aber über Battle.net ins Internet. Für Veranstalter ist dieser Unterschied wesentlich wichtiger als jede Diskussion über Auflösung oder Beleuchtung. Und spätestens wenn nach einem Bosskill ein besonders wertvolles Item auf dem Boden liegt, zeigt sich ohnehin, wie schnell aus acht kooperierenden Helden acht sehr aufmerksame Einzelinteressen werden können.









