Borderlands 2 auf der LAN: Der Loot gehört natürlich mir
Fazit: Borderlands 2 ist auf einer LAN kein Turnierspiel, sondern ein Koop-Dauerläufer, der seine Stärke aus gemeinsamem Fortschritt statt aus sauber voneinander getrennten Matches zieht. Bis zu vier Spieler ziehen zusammen durch Pandora, kombinieren ihre Klassenfähigkeiten, retten sich gegenseitig aus brenzligen Situationen und entwickeln ihre Charaktere über viele Stunden weiter. Dabei kommt das Spiel mit unterschiedlichen spielerischen Fähigkeiten ordentlich zurecht: Einsteiger können schnell produktiv mitspielen, während erfahrene Teilnehmer über Builds, Ausrüstung und Klassenkombinationen zusätzliche Tiefe finden. Problematischer sind unterschiedliche Charakterstände, denn Level, Ausrüstung und Fortschritt haben erheblichen Einfluss auf die gemeinsame Partie. Auch bei der Gruppengröße ist Borderlands 2 nur bedingt flexibel. Zwei oder drei Spieler können regulär zusammenspielen, das vollständige Koop-Erlebnis ist aber auf eine feste Vierergruppe zugeschnitten, und alternative LAN-Formate gibt es kaum. Der native LAN-Modus, die niedrigen Hardwareanforderungen und der enorme Umfang machen das Spiel organisatorisch trotzdem angenehm. Wer eine passende Gruppe zusammenbekommt, erhält weniger einen Programmpunkt für eine Stunde als ein gemeinsames Projekt, bei dem irgendwann nicht mehr die Frage lautet, ob noch eine Mission gespielt wird, sondern nur, wer den gerade gefundenen legendären Gegenstand eigentlich zuerst gesehen hat.







