Battlefield auf der LAN: Einer fliegt, einer repariert, alle schreien
LAN-Übersicht
Version 1.0 am 19.12.2024
Version 2.0 am 07.08.2026
| Spielname | Battlefield 2 |
|---|---|
| Tastensport-Empfehlung | Sehr starke Empfehlung für größere klassische LANs |
| Kurzfazit | Bis zu 64 Spieler, ausgeprägtes Teamplay und zahlreiche unterschiedliche Rollen machen Battlefield 2 zu einem außergewöhnlich starken LAN-Shooter. Kleine Gruppen funktionieren, entfalten auf den großen Karten aber deutlich weniger von der eigentlichen Battlefield-Dynamik. |
| Geeignete Spielerzahl | Bis zu 64 Spieler im LAN |
| Empfohlene Gruppengröße | Besonders stark mit größeren, sinnvoll auf zwei Teams und mehrere Squads verteilten Gruppen |
| Spielzeit | Abhängig von Karte, Tickets, Spielerzahl und Kräfteverhältnis; über Servereinstellungen teilweise steuerbar |
| LAN-Aufwand | Mittel; Installation, Patchstand, Firewall und Serverkonfiguration sollten vorab getestet werden |
| Internetanforderungen | Lokales Spiel über eigenen Server möglich; geplante Konfiguration vor der Veranstaltung vollständig testen |
| Wettbewerbseignung | Hoch für organisierte Teamwettbewerbe; Turnierbaum und Ergebnisverwaltung müssen extern erfolgen |
| Wiederspielwert | Sehr hoch durch Karten, Klassen, Fahrzeuge, Squads, Commander-System und unterschiedliche Teamkonstellationen |
| Tastenresultat | 8,50 von 10 Tasten |
| Zielgruppe | Größere LAN-Gruppen, Shooter-Fans und Veranstalter mit Fokus auf teambasierte Gefechte |
Tastenresultat
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Spielerfahrung: 8,50 von 10 Tasten
- Umgang mit Skillunterschieden: 8 von 10
- Teamplay: 10 von 10
- Lernkurve: 7 von 10
- Spaßfaktor: 9 von 10
Voraussetzungen und Funktionsfähigkeit: 9,00 von 10 Tasten
- Technische Anforderung: 10 von 10
- LAN-Setup: 8 von 10
- Performance: 9 von 10
- Preis: 9 von 10
Wettbewerbstauglichkeit: 8,00 von 10 Tasten
- Turniermodus: 8 von 10
- Spielerzahl: 10 von 10
- Gruppenflexibilität: 8 von 10
- Zeit: 6 von 10
Gesamtwertung: 8,50 von 10 Tasten
Fazit: Battlefield 2 gehört zu den Spielen, bei denen die LAN-Stärken bereits in der Grundkonstruktion stecken. Bis zu 64 Spieler können in einer Partie antreten, eigene Server geben dem Veranstalter Kontrolle über Karten, Tickets und weitere Einstellungen, und das Zusammenspiel aus Klassen, Fahrzeugen, Squads und Commander schafft echtes Teamplay statt bloß zwei Gruppen von Einzelspielern. Besonders stark ist der Umgang mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Nicht jeder muss der beste Schütze sein: Ein schwächerer Spieler kann als Medic, Engineer oder Anti-Tank ebenso wertvoll werden wie als Fahrer, Squadleader oder Commander. Grenzen zeigt das System vor allem bei hoch spezialisierten Rollen. Ein sehr guter Jet- oder Helikopterpilot kann eine Partie erheblich beeinflussen, ohne dass das Spiel diesen Vorteil automatisch ausgleicht. Die enorme Kapazität darf außerdem nicht mit grenzenloser Gruppenflexibilität verwechselt werden. Battlefield 2 lässt sich zwar mit kleineren Gruppen und Bots spielen, seine großen Karten und das Zusammenspiel mehrerer Squads entfalten ihre eigentliche Stärke aber erst mit einer gewissen Zahl menschlicher Teilnehmer. Für größere LANs bleibt das Gesamtpaket trotzdem außergewöhnlich stark: Battlefield 2 kann viele Spieler gleichzeitig beschäftigen und gibt ihnen dabei tatsächlich unterschiedliche Möglichkeiten, für ihr Team wichtig zu sein.
Spielbeschreibung
Battlefield 2 wurde von DICE entwickelt und 2005 von Electronic Arts veröffentlicht. Anders als viele klassische Multiplayer-Shooter konzentriert sich das Spiel nicht ausschließlich auf Infanteriegefechte, sondern verbindet Soldatenklassen, Bodenfahrzeuge, Helikopter und Jets auf großen Karten zu einem gemeinsamen Schlachtfeld.
Im Zentrum steht der Conquest-Modus. Zwei Teams kämpfen um Kontrollpunkte, während ein Ticketsystem den Verlauf der Partie abbildet. Kontrollierte Flaggen beeinflussen dabei nicht nur den Kartenbesitz, sondern auch Spawnmöglichkeiten und den strategischen Druck auf den Gegner. Dadurch entsteht ein Spiel, in dem die Position auf der Karte mindestens so wichtig sein kann wie die reine Zahl der Abschüsse.
Seine besondere Identität bekommt Battlefield 2 durch die Verbindung verschiedener Ebenen. Während Infanteristen um einen Kontrollpunkt kämpfen, können Panzer die Zufahrt sichern, Helikopter Unterstützung liefern und Jets gegnerische Fahrzeuge angreifen. Gleichzeitig organisieren sich Spieler in Squads, während ein Commander das Geschehen aus einer übergeordneten Perspektive unterstützt.
Auf einer LAN funktioniert diese Struktur besonders gut. Die unterschiedlichen Rollen schaffen Gesprächsstoff, spontane Aufgabenverteilungen und Situationen, die weit über einen klassischen Killscore hinausgehen. Der Spieler mit den meisten Abschüssen ist wichtig. Der Medic, der dafür sorgt, dass sein Squad überhaupt noch am Kontrollpunkt steht, möglicherweise ebenfalls.
Multiplayer-Setup im LAN-Modus
Grundsätzliche LAN-Voraussetzungen
Für eine LAN sollten alle Rechner mit derselben Spielversion und dem vorgesehenen Patchstand vorbereitet werden. Die Teilnehmer müssen sich im lokalen Netzwerk erreichen können, während Firewall-Regeln den notwendigen Spielverkehr zulassen. Eine bestimmte IP-Struktur ist nicht erforderlich; entscheidend ist eine funktionierende lokale Netzwerkkommunikation.
Battlefield 2 kann über einen lokalen Server betrieben werden. Für Veranstalter ist das ein wesentlicher Vorteil, weil die Partie nicht lediglich an einem gewöhnlichen Spieler-Host hängt, sondern gezielt für das Event vorbereitet werden kann. Kartenrotation, Spielerzahl und weitere Parameter lassen sich dadurch zentral festlegen.
Gerade bei einem älteren Titel sollte diese Einrichtung nicht erst am Veranstaltungstag ausprobiert werden. Installation, Patchstand, Serverstart und der Beitritt mehrerer Clients gehören zu einem vollständigen Testlauf. Moderne Rechner haben mit den historischen Hardwareanforderungen kaum Schwierigkeiten; alte Software auf modernen Systemen bleibt dagegen eine wesentlich realistischere Fehlerquelle.
Server aufsetzen
Für eine kontrollierte LAN-Umgebung bietet sich ein eigener Battlefield-2-Server an. Der Server kann auf einem separaten Rechner betrieben werden, sodass die Spielwelt und die laufende Partie nicht an einen normalen Teilnehmer-PC gebunden sind. Gerade bei größeren Gruppen ist das die sauberere Lösung, weil Serverbetrieb und eigentlicher Spielclient getrennt bleiben.
Vor der Veranstaltung sollten die gewünschte maximale Spielerzahl, Kartenrotation, Ticketwerte und weitere Rundeneinstellungen festgelegt werden. Anschließend sollte der Server mit mehreren Clients im tatsächlichen lokalen Netzwerk getestet werden. Dabei geht es nicht nur darum, ob der Server in der Liste auftaucht, sondern ob Spieler zuverlässig beitreten, Kartenwechsel funktionieren und die vorgesehenen Einstellungen tatsächlich übernommen werden.
Auch Bots sollten bereits bei diesem Test berücksichtigt werden, wenn sie später zum Auffüllen kleinerer Partien eingesetzt werden sollen. So lässt sich vorab erkennen, ob die gewählte Kombination aus Karte, menschlichen Spielern und KI überhaupt das gewünschte Spielgefühl erzeugt.
Für eine größere LAN empfiehlt es sich außerdem, die Serverkonfiguration zu dokumentieren oder zu sichern. Battlefield 2 ist technisch genügsam genug, dass der Server selbst selten das größte Problem darstellt. Deutlich unangenehmer ist es, am Veranstaltungstag nicht mehr zu wissen, welche Einstellung beim letzten Test eigentlich funktioniert hat.
Spielbeitritt und Konfiguration
Nach dem Start der lokalen Partie treten die Teilnehmer über den Netzwerkbereich bei. Vor einem geplanten Wettbewerb sollte kontrolliert werden, dass sämtliche Rechner den Server sehen und zuverlässig verbinden können.
Für die eigentliche Spielgestaltung sind Karte, Tickets, Spielerzahl und Teamaufteilung besonders wichtig. Battlefield 2 kann zwar enorme Teilnehmerzahlen aufnehmen, eine große Karte sollte aber nicht allein deshalb gewählt werden, weil sie technisch verfügbar ist. Die Kartengröße muss zur tatsächlichen Besetzung passen.
Bots können freie Plätze ergänzen und sind gerade bei kleineren Gruppen hilfreich. Sie ermöglichen Gefechte, die ansonsten auf großen Karten schnell leer wirken würden. Für die Bewertung der menschlichen Gruppenflexibilität sind sie trotzdem kein vollständiger Ersatz für fehlende Teilnehmer. Sechs Menschen und zahlreiche Bots ergeben technisch eine volle Schlacht, aber noch keine LAN-Gruppe mit derselben menschlichen Teamdynamik wie zwei gut besetzte Mannschaften.
Technik und Performance im LAN-Modus
Hardware-Anforderungen und Performance
Battlefield 2 stammt aus dem Jahr 2005 und stellt entsprechend geringe Anforderungen an heutige Hardware. Selbst ältere LAN-Rechner liegen normalerweise deutlich über dem Niveau, für das das Spiel ursprünglich entwickelt wurde.
Das macht Battlefield 2 für Veranstaltungen mit heterogener Hardware interessant. Es müssen keine modernen Gaming-PCs bereitstehen, damit Teilnehmer grundsätzlich mitspielen können. Gleichzeitig sollte bei einem älteren Titel nicht aus niedrigen Hardwareanforderungen automatisch auf vollständige technische Sorglosigkeit geschlossen werden. Betriebssystem, Treiber, Patchstand und die konkrete Installation sollten vorher getestet werden.
Bei großen Partien verdient der Server besondere Aufmerksamkeit. Die Hardwareanforderungen bleiben aus heutiger Sicht überschaubar, eine stabile kabelgebundene Verbindung und ein sauber vorbereiteter Server sind aber wichtiger als theoretisch überdimensionierte Grafikleistung.
Host und Netzwerkstabilität
Ein separater Server ist für größere Runden die sinnvollste Variante. Er verhindert, dass die gesamte Partie unnötig von einem normalen Spieler-PC abhängt, und erleichtert eine reproduzierbare Konfiguration für mehrere Matches.
Für die Netzwerkverbindung ist kabelgebundenes Ethernet die naheliegende Wahl. Battlefield 2 benötigt keine moderne Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur, profitiert bei vielen gleichzeitig verbundenen Clients aber wie jedes LAN-Spiel von einem stabilen und sauber aufgebauten lokalen Netz.
Besonders bei einem geplanten Turnier sollte der Server bereits mit mehreren Clients getestet werden. Ein erfolgreicher Einzelverbindungstest beweist noch nicht, dass Kartenrotation, Teamwechsel und größere Spielerzahlen genauso zuverlässig funktionieren.
Grafik und Sound
Battlefield 2 trägt sein Alter sichtbar, besitzt aber weiterhin eine klare visuelle Sprache. Fahrzeuge, Infanterie, Kontrollpunkte und Gelände lassen sich schnell erfassen, während die großen Karten genügend Raum für unterschiedliche Kampfbereiche schaffen.
Gerade auf einer LAN ist technische Perfektion dabei weniger wichtig als Lesbarkeit. Ein Panzer bleibt ein unmittelbar erkennbares Problem, ein anfliegender Jet braucht keine moderne Raytracing-Beleuchtung, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, und eine umkämpfte Flagge funktioniert als gemeinsames Ziel auch zwanzig Jahre später.
Der Sound trägt erheblich zur Atmosphäre bei. Waffen, Fahrzeuge, Explosionen und Funksprüche erzeugen eine dichte Schlachtfeldkulisse. Bei mehreren parallelen Partien sind Headsets entsprechend sinnvoll, denn Battlefield 2 besitzt auch ohne Unterstützung durch die Lautsprecher des Nachbartisches bereits genügend akustische Überzeugungskraft.
Gameplay im LAN-Modus
Battlefield 2 verbindet große Karten mit Infanterie, Fahrzeugen, Fluggeräten und einer ausgeprägten Teamstruktur. Bis zu 64 Spieler können in einer Partie antreten, wodurch das Spiel eine Kapazität erreicht, die selbst für größere LAN-Veranstaltungen außergewöhnlich ist.
Der eigentliche Reiz liegt aber weniger in dieser Zahl als darin, was mit den Spielern geschieht, sobald sie auf der Karte sind. Sie verteilen sich auf Klassen, Fahrzeuge und Squads, kämpfen um Kontrollpunkte und erfüllen sehr unterschiedliche Aufgaben. Ein einzelnes Gefecht kann dadurch gleichzeitig aus einem Infanteriekampf um eine Flagge, einem Panzerduell und einem Luftkampf bestehen.
Spielerzahl und Gruppenflexibilität
Mit bis zu 64 Spielern erreicht Battlefield 2 die Höchstwertung bei der reinen Teilnehmerkapazität. Selbst große LAN-Gruppen können grundsätzlich gemeinsam in einer einzigen Partie untergebracht werden.
Diese enorme Kapazität bedeutet allerdings nicht, dass jede beliebige Gruppengröße gleichermaßen gut funktioniert. Battlefield 2 wurde um große Karten, zwei gegnerische Teams, Squads und verschiedene Fahrzeugrollen herum entwickelt. Je kleiner die menschliche Gruppe wird, desto schwieriger wird es, diese Systeme gleichzeitig sinnvoll zu besetzen.
Bots können dieses Problem teilweise auffangen. Freie Plätze lassen sich mit KI-Spielern ergänzen, wodurch auch kleinere Gruppen auf größeren Karten Gegner und Verbündete erhalten. Für einen spontanen LAN-Abend mit wenigen Teilnehmern ist das ausgesprochen nützlich.
Die menschliche Gruppendynamik ersetzen Bots aber nur begrenzt. Eine 64-Spieler-Karte mit sechs menschlichen Teilnehmern bleibt ein anderes Erlebnis als eine gut gefüllte Partie, selbst wenn die übrigen Plätze technisch besetzt werden. Gerade Squads, Fahrzeugbesatzungen und koordinierte Angriffe gewinnen deutlich, sobald genügend Menschen beteiligt sind.
Innerhalb größerer Gruppen ist Battlefield 2 wiederum sehr flexibel. Zusätzliche Teilnehmer lassen sich in weitere Squads und Rollen integrieren, ohne dass eine einzelne Position exakt einmal besetzt werden müsste. Das Spiel besitzt damit eine enorme Bandbreite, erreicht bei der Gruppenflexibilität aber nicht dieselbe Perfektion wie bei der reinen Kapazität.
Es kann fast jeden unterbringen.
Es freut sich nur über manche Gruppengrößen deutlich mehr als über andere.
Balancing und Umgang mit Skillunterschieden
Battlefield 2 besitzt einen erheblichen Skillgap. Aim, Kartenkenntnis, Positionierung und Fahrzeugbeherrschung unterscheiden erfahrene Spieler deutlich von Einsteigern. Besonders stark zeigt sich das bei Jets und Helikoptern. Ein guter Pilot kann einen erheblichen Teil der Karte kontrollieren und damit weit mehr Einfluss entwickeln als ein durchschnittlicher Infanterist.
Trotzdem geht Battlefield 2 mit unterschiedlichen Fähigkeiten ungewöhnlich gut um. Der Grund liegt in seiner Rollenstruktur. Ein Spieler muss nicht in jeder Disziplin stark sein, um seinem Team zu helfen. Wer im direkten Feuergefecht Schwierigkeiten hat, kann als Medic verwundete Mitspieler versorgen und wiederbeleben, als Engineer Fahrzeuge reparieren oder mit Anti-Tank-Ausrüstung gezielt gegen gegnerische Panzer vorgehen.
Hinzu kommen Fahrzeuge, Squadleader und der Commander. Damit entstehen Tätigkeiten, deren Erfolg nicht ausschließlich von Reflexen und Präzision abhängt. Kartenübersicht, Kommunikation, Positionierung und die Fähigkeit, andere Spieler sinnvoll zu unterstützen, können ebenso wertvoll werden.
Das gleicht Skillunterschiede nicht vollständig aus. Ein herausragender Pilot bleibt ein herausragender Pilot, und Battlefield 2 besitzt kein automatisches Handicap, das ihn künstlich auf das Niveau der übrigen Teilnehmer zurücksetzt. Gerade bei sehr großen Leistungsunterschieden sollte deshalb weiterhin über Teamaufteilung und Rollenverteilung nachgedacht werden.
Für gemischte LAN-Gruppen ist die Ausgangslage trotzdem stark. Battlefield 2 fragt nicht jeden Teilnehmer: „Wie gut kannst du schießen?“
Es fragt eher: „Was kannst du für dein Team tun?“
Erfahrung und Atmosphäre im LAN-Modus
Kommunikation und Teamwork
Teamplay ist eine der größten Stärken von Battlefield 2. Die Klassen ergänzen sich, Fahrzeuge profitieren von Besatzungen und Squads schaffen eine zusätzliche organisatorische Ebene innerhalb der beiden großen Teams.
Squadleader übernehmen dabei eine wichtige Rolle. Sie koordinieren ihre Gruppe und schaffen Orientierung in einem Spiel, in dem ansonsten schnell mehrere voneinander unabhängige Gefechte gleichzeitig entstehen. Darüber steht der Commander, der das Schlachtfeld aus einer übergeordneten Perspektive betrachtet und die einzelnen Gruppen unterstützen kann.
Auf einer LAN gewinnt dieses System zusätzlich durch die unmittelbare Kommunikation im Raum. Ein Fahrer kann nach einem Engineer rufen, ein Squad einen gemeinsamen Angriff abstimmen und ein Pilot Informationen über gegnerische Fahrzeuge weitergeben. Viele dieser Situationen entstehen spontan und müssen nicht durch komplizierte Regeln erzwungen werden.
Gerade dadurch unterscheidet sich Battlefield 2 von Shootern, bei denen Teamplay hauptsächlich bedeutet, dass mehrere Spieler zufällig dieselbe Trikotfarbe tragen. Hier erzeugen Klassen, Fahrzeuge und Kommandostruktur echte gegenseitige Abhängigkeiten.
Spielfluss und Dynamik
Eine Battlefield-2-Partie entwickelt ihren Rhythmus aus dem Kampf um Kontrollpunkte und Tickets. Teams verschieben ihre Frontlinien über die Karte, verlieren Positionen, greifen andere Punkte an und müssen ständig entscheiden, wo ihre begrenzten Spieler und Fahrzeuge gerade den größten Nutzen haben.
Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Phasen. Ein Squad kann mehrere Minuten um denselben Kontrollpunkt kämpfen, während an anderer Stelle ein schneller Fahrzeugvorstoß die gesamte Kartenlage verändert. Besonders auf größeren Karten entwickeln sich mehrere parallele Konflikte, die über Commander und Squadleader wieder zu einem gemeinsamen Gesamtbild verbunden werden.
Die Matchdauer ist nicht vollständig vorhersehbar. Tickets, Karte, Spielerzahl und Kräfteverhältnis beeinflussen, wie lange eine Runde tatsächlich dauert. Servereinstellungen können den zeitlichen Rahmen beeinflussen, aber ein ausgeglichenes Gefecht kann erheblich länger dauern als eine einseitige Partie.
Für Turniere sind deshalb Zeitpuffer sinnvoll. Battlefield 2 ist kein Spiel, bei dem jede Runde nach exakt derselben Zahl von Minuten endet. Dafür erzeugt gerade die offene Entwicklung jene Geschichten, die auf einer LAN später hängen bleiben.
Spaßfaktor
Battlefield 2 lebt von Situationen, die sich kaum planen lassen. Ein perfekt koordinierter Angriff kann innerhalb weniger Sekunden an einem gegnerischen Panzer scheitern, ein Medic kann ein fast ausgelöschtes Squad wieder ins Spiel bringen und ein einzelner Helikopter plötzlich zum wichtigsten Problem des gesamten Teams werden.
Die Mischung aus Infanterie und Fahrzeugen sorgt dabei für ständige Abwechslung. Wer gerade keine Lust auf klassische Feuergefechte hat, kann eine andere Klasse ausprobieren, Fahrzeuge nutzen oder stärker unterstützend spielen.
Besonders in größeren Gruppen entwickelt sich daraus die typische Battlefield-Dynamik. Einzelne Spieler erleben ihre eigenen kleinen Geschichten, während gleichzeitig eine gemeinsame Partie entsteht. Nach dem Match können deshalb fünf Personen vollkommen unterschiedliche Gründe nennen, warum das Team verloren hat.
Und alle fünf können überzeugend klingen.
Zusätzliche Features im LAN-Modus
Bots und eigene Server
Bots sind für die LAN-Nutzung ein wertvolles Zusatzfeature. Sie können freie Plätze auffüllen und ermöglichen dadurch auch kleineren Gruppen, Karten zu spielen, die ohne zusätzliche Einheiten schnell leer wirken würden.
Für Trainingsrunden oder einen lockeren Einstieg ist das besonders praktisch. Neue Spieler können Klassen, Fahrzeuge und Karten kennenlernen, ohne sofort ausschließlich gegen erfahrene menschliche Gegner antreten zu müssen.
Für einen ernsthaften Wettbewerb sollte der Veranstalter allerdings klar entscheiden, ob und wie Bots eingesetzt werden. KI-Spieler verändern die Dynamik einer Partie und ersetzen keine sauber geplante menschliche Teamaufteilung.
Der eigene Server ist für größere LANs noch wichtiger. Er erlaubt eine zentrale Konfiguration und macht Battlefield 2 zu einem Titel, der sich vergleichsweise gut in ein vorbereitetes Veranstaltungsnetz integrieren lässt.
Turnier-Modi und LAN-Events
Battlefield 2 besitzt keine vollständige integrierte Turnierverwaltung mit automatischem Bracket und zentraler Ergebnisführung. Die eigentliche Server- und Matchkonfiguration bietet Veranstaltern aber eine gute Grundlage, um eigene Wettbewerbe aufzubauen.
Kartenrotation, Tickets, Teams und weitere Serverparameter können vorgegeben werden. Dadurch lassen sich vergleichbare Bedingungen für mehrere Partien schaffen, während Paarungen, Tabellen und Turnierfortschritt extern verwaltet werden.
Bei einem ernsthaften Wettbewerb sollte besonders die Teamzusammenstellung berücksichtigt werden. Battlefield 2 kann unterschiedliche Fähigkeiten innerhalb eines Teams gut nutzen, gleichzeitig können einzelne Spezialisten erheblichen Einfluss entwickeln. Ein außergewöhnlich guter Pilot auf nur einer Seite ist deshalb keine Nebensächlichkeit, sondern kann die Balance einer Partie massiv verändern.
Auch die Kartenauswahl sollte zur tatsächlichen Teilnehmerzahl passen. Nur weil Battlefield 2 bis zu 64 Spieler unterstützt, muss ein Turnier nicht zwangsläufig auf den größtmöglichen Karten stattfinden. Eine kleinere, dichter besetzte Partie kann für die vorhandene Gruppe wesentlich besser funktionieren.
Unser Verein Tastensport verfügt über Erfahrung in der Durchführung von Turnieren und der Verwaltung von Ergebnissen bei LAN-Events. Diese Expertise steht exklusiv unseren Sponsoren zur Verfügung.
Battlefield 2 ist damit kein perfekter Turniershooter und auch kein Spiel, dessen riesige Karten mit jeder beliebigen Zahl menschlicher Teilnehmer gleichermaßen gut funktionieren. Seine LAN-Qualitäten liegen an einer anderen Stelle: Es kann außergewöhnlich viele Spieler gleichzeitig aufnehmen und gibt diesen Spielern zugleich sehr unterschiedliche Möglichkeiten, für ihre Mannschaft wichtig zu werden.
Wenn am Ende der beste Schütze, der beste Pilot und derjenige, der den halben Abend nur Leute wiederbelebt hat, alle glaubhaft behaupten können, sie hätten das Match entschieden, hat Battlefield 2 ziemlich viel richtig gemacht.
Besten Dank!
Autor: MooKo


