League of Legends auf der LAN: Zehn Spieler oder gar nicht
LAN-Übersicht
Version 1.0 am 10.08.2025
Version 2.0 am 19.08.2026
| Spielname | League of Legends |
|---|---|
| Tastensport-Empfehlung | Starkes kompetitives Teamspiel für eine LAN, wenn exakt zwei vollständige Fünferteams zusammenkommen und eine stabile Internetverbindung vorhanden ist. |
| Kurzfazit | League of Legends bietet herausragendes Teamplay, geringe Hardwarehürden und einen nahezu fertigen Wettbewerbsrahmen. Große Skillunterschiede, vollständige Internetabhängigkeit und vor allem die starre Gruppengröße sind jedoch deutliche LAN-Nachteile. |
| Geeignete Spielerzahl | 10 Spieler für das vollständige klassische 5vs5 |
| Empfohlene Gruppengröße | Exakt 10 Spieler; bereits ein Teilnehmer mehr oder weniger lässt sich nicht mehr sauber in das reguläre 5vs5 integrieren |
| Spielzeit | Meist deutlich länger als klassische LAN-Runden; für Turniere sollten großzügige Zeitpuffer eingeplant werden |
| LAN-Aufwand | Mittel: Riot-Accounts, aktuelle Clients, Vanguard und eine stabile Internetverbindung werden benötigt |
| Internetanforderungen | Zwingend erforderlich; kein klassischer Offline-LAN-Modus |
| Wettbewerbseignung | Sehr hoch bei passender Teilnehmerzahl: klare Teams, Drafting, eindeutige Siegbedingungen und Custom Games |
| Wiederspielwert | Extrem hoch durch große Championauswahl, Rollen, Teamzusammenstellungen und strategische Tiefe |
| Tastenresultat | 6,83 von 10 Tasten |
| Zielgruppe | LAN-Gruppen mit MOBA-Erfahrung oder Interesse an einem anspruchsvollen Teamwettbewerb, idealerweise mit genau zehn Spielern |
Tastenresultat
Wie wir die LAN-Tauglichkeit bewerten und was die einzelnen Tasten-Kriterien bedeuten, erfährst du in unserem Bewertungssystem für LAN-Game Reviews.
→ Alle getesteten LAN-Spiele im Vergleich
Spielerfahrung: 6,50 von 10 Tasten
- Umgang mit Skillunterschieden: 4 von 10
- Teamplay: 10 von 10
- Lernkurve: 4 von 10
- Spaßfaktor: 8 von 10
Voraussetzungen und Funktionsfähigkeit: 8,50 von 10 Tasten
- Technische Anforderung: 10 von 10
- LAN-Setup: 5 von 10
- Performance: 9 von 10
- Preis: 10 von 10
Wettbewerbstauglichkeit: 5,50 von 10 Tasten
- Turniermodus: 9 von 10
- Spielerzahl: 7 von 10
- Gruppenflexibilität: 1 von 10
- Zeit: 5 von 10
Gesamtwertung: 6,83 von 10 Tasten
Fazit: League of Legends ist ein hervorragendes Wettbewerbsspiel mit einer erstaunlich speziellen Anforderung an die Gästeliste. Sind genau zehn Spieler vorhanden, bekommt man zwei vollständige Teams, klare Rollen, Drafting und einen tiefen Wettbewerb, der Kommunikation und Zusammenarbeit konsequent belohnt. Bereits ein Teilnehmer mehr oder weniger zeigt allerdings, wie wenig flexibel dieses Format tatsächlich ist. Bots lösen dieses Problem für eine LAN mit menschlichen Teilnehmern nicht, und auch ARAM bleibt grundsätzlich auf zwei Fünferteams ausgelegt. Dazu kommt ein erheblicher Skillgap: Eine durchdachte Teamzusammenstellung kann unterschiedliche Erfahrungsstände abfedern, sie aber nicht neutralisieren. Ein Anfänger muss seine Lane weiterhin selbst spielen, während der Veteran längst Informationen verarbeitet, von denen der Neuling teilweise noch nicht weiß, dass sie existieren. Stimmen Spielerzahl und Leistungsniveau, ist League of Legends trotzdem ein großartiger LAN-Wettbewerb. Man sollte nur nicht darauf hoffen, dass ausgerechnet der elfte Teilnehmer das Spiel flexibler macht.
Spielbeschreibung
League of Legends ist ein kompetitives MOBA von Riot Games. Im klassischen Spielmodus treten zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegeneinander an. Ziel ist es, den gegnerischen Nexus zu zerstören.
Auf dem Weg dorthin werden Türme, Inhibitoren und neutrale Ziele umkämpft. Jeder Spieler kontrolliert einen Champion mit eigenen Fähigkeiten und übernimmt innerhalb der Mannschaft eine bestimmte Rolle.
Das Grundprinzip ist schnell erklärt.
Was zwischen dem ersten Minion und dem gegnerischen Nexus passiert, benötigt etwas länger.
League of Legends verbindet individuelle Mechanik mit Teamstrategie, Kartenverständnis, Championwissen und Kommunikation. Dadurch entsteht ein Spiel, dessen Regeln grundsätzlich zugänglich sind, dessen tatsächliche Beherrschung aber Jahre dauern kann.
Für eine LAN ist diese Mischung reizvoll. Zwei vollständige Teams im selben Raum erzeugen unmittelbar Wettbewerb, und praktisch jede wichtige Aktion lässt sich gemeinsam feiern oder analysieren.
Manchmal sogar beides gleichzeitig.
Multiplayer-Setup auf einer LAN
Grundsätzliche LAN-Voraussetzungen
League of Legends besitzt keinen klassischen Offline-LAN-Modus. Auch wenn alle Teilnehmer im selben Raum und Netzwerk sitzen, laufen die Partien über die Infrastruktur von Riot Games.
Eine stabile Internetverbindung ist deshalb zwingende Voraussetzung.
Alle Spieler benötigen einen funktionierenden Riot-Account sowie einen aktuellen Spielclient. Zusätzlich muss Vanguard korrekt installiert und aktiv sein.
Für eine Veranstaltung sollten sämtliche Rechner bereits vor Beginn vollständig aktualisiert und einmal erfolgreich mit dem Spiel gestartet worden sein. Accounts, Login-Daten und gegebenenfalls notwendige Sicherheitsabfragen sollten ebenfalls vor dem geplanten Turnier geklärt werden.
Die lokale Netzwerkqualität bleibt wichtig, weil mehrere Rechner gleichzeitig dieselbe Internetanbindung verwenden. Entscheidend ist allerdings die Verbindung nach außen.
Fällt das Internet aus, besitzt League of Legends keine lokale Ausweichlösung.
Aus einer LAN wird dann ziemlich schnell eine sehr gut verkabelte Gesprächsrunde.
Clients und Vorbereitung
League of Legends stellt vergleichsweise geringe Anforderungen an die Hardware. Dadurch lässt sich das Spiel auch auf älteren LAN-Systemen gut einsetzen.
Die größere technische Hürde liegt nicht in CPU oder Grafikkarte, sondern in der Softwareumgebung.
Riot Client, League of Legends und Vanguard sollten auf jedem Rechner funktionieren, bevor der Wettbewerb beginnt. Ein spontaner Installations- oder Update-Marathon unmittelbar vor dem ersten Match ist vermeidbar und bei zehn Teilnehmern erstaunlich effizient darin, aus einer kleinen Verzögerung eine gemeinsame Veranstaltung zu machen.
Auch die Accounts sollten vorab überprüft werden.
Für ein Turnier ist es wesentlich angenehmer, wenn die erste Herausforderung des Abends tatsächlich auf Summoner’s Rift stattfindet und nicht im Passwort-Reset.
Das Game-Setup
Für einen LAN-Wettbewerb bieten sich Custom Games an. Damit können die beiden Mannschaften gezielt zusammengestellt und die Partie innerhalb eines kontrollierten Rahmens gestartet werden.
Das klassische Format ist 5vs5 auf Summoner’s Rift.
Für erfahrene Gruppen bietet sich ein Draft-Modus an, weil Championauswahl und Bans bereits einen strategischen Teil des Wettbewerbs bilden. Bei weniger erfahrenen Teilnehmern sollte dagegen darauf geachtet werden, dass die Auswahlphase nicht bereits mehr Spielwissen verlangt als die anschließende Partie.
Die Teams sollten vor Beginn feststehen.
Gerade bei stark unterschiedlichen Erfahrungsständen ist eine bewusste Verteilung der Spieler wichtig. Zwei Mannschaften mit ähnlicher Gesamtstärke liefern deutlich bessere Partien als eine zufällige Aufteilung, bei der sämtliche Veteranen versehentlich auf derselben Seite landen.
Das wäre zwar statistisch interessant.
Als Turnierformat besitzt es begrenzten Unterhaltungswert.
Technik und Performance
Hardware-Anforderungen und Performance
League of Legends gehört technisch zu den zugänglicheren großen Multiplayer-Spielen. Die Hardwareanforderungen sind vergleichsweise niedrig, wodurch auch ältere Rechner grundsätzlich brauchbare Bildraten erreichen können.
Für eine LAN ist das ein erheblicher Vorteil.
Nicht jeder Teilnehmer benötigt aktuelle Gaming-Hardware, und unterschiedliche Rechnerklassen lassen sich wesentlich leichter gemeinsam einsetzen als bei grafisch anspruchsvolleren Titeln.
Für einen Wettbewerb sollte trotzdem auf stabile Bildraten geachtet werden. Gerade in großen Teamkämpfen müssen Fähigkeiten, Bewegungen und Effekte zuverlässig dargestellt werden.
Hohe Grafikdetails sind dabei weniger wichtig als eine konstante Performance.
Ein hübscher Teamfight bleibt schließlich nur begrenzt hilfreich, wenn man erst nach seinem Ende erfährt, was darin passiert ist.
Netzwerk und Internet
Die eigentliche Netzwerkfrage bei League of Legends betrifft nicht den lokalen Server, sondern die gemeinsame Internetanbindung.
Zehn gleichzeitig spielende Teilnehmer erzeugen zwar keine außergewöhnliche Bandbreitenanforderung, benötigen aber eine stabile und möglichst latenzarme Verbindung zu den Riot-Servern.
Downloads, Streams und automatische Updates anderer Geräte sollten während wichtiger Matches nicht unnötig Bandbreite beanspruchen.
Auch ein stabiles lokales Netzwerk bleibt sinnvoll. Kabelgebundene Verbindungen reduzieren vermeidbare Schwankungen und sorgen dafür, dass nicht zusätzlich zum externen Routing noch WLAN-Probleme in die Fehlersuche aufgenommen werden müssen.
League of Legends besitzt damit eine etwas eigenartige LAN-Eigenschaft:
Alle sitzen nebeneinander.
Das Match findet trotzdem irgendwo anders statt.
Grafik und Sound
League of Legends setzt auf eine klare, stilisierte Darstellung. Champions, Fähigkeiten, Minions und wichtige Kartenelemente lassen sich auch in hektischen Situationen grundsätzlich voneinander unterscheiden.
Mit zunehmender Erfahrung verändert sich allerdings, was ein Spieler tatsächlich wahrnimmt.
Ein Anfänger sieht einen großen Teamfight mit zahlreichen Effekten.
Ein Veteran sieht Cooldowns, Positionen, wichtige Ultimates und vermutlich bereits drei Fehler, die einige Sekunden zuvor dazu geführt haben.
Für Zuschauer mit League-Erfahrung funktioniert das hervorragend. Große Teamkämpfe, Baron-Steals oder knappe Base-Races können im gesamten Raum für Aufmerksamkeit sorgen.
Für Außenstehende kann dieselbe Szene dagegen ungefähr so wirken, als hätten zehn sehr bunte Spezialeffekte gleichzeitig beschlossen, eine Meinungsverschiedenheit auszutragen.
Gameplay auf der LAN
League of Legends lebt von der Verbindung aus individuellen Aufgaben und gemeinsamer Strategie.
Jede Rolle besitzt eigene Schwerpunkte. Toplane, Jungle, Midlane, Botlane und Support greifen ineinander und beeinflussen unterschiedliche Bereiche der Karte.
Dadurch kann ein Spieler seine direkte Aufgabe gut erfüllen und das Team trotzdem verlieren.
Umgekehrt kann ein einzelner Teilnehmer Schwierigkeiten haben und durch eine funktionierende Mannschaft zumindest teilweise aufgefangen werden.
Auf einer LAN verstärkt die direkte Kommunikation diese Struktur erheblich.
Ganks können angekündigt, Objectives vorbereitet und gegnerische Bewegungen unmittelbar weitergegeben werden. Gerade Gruppen, die sonst nur über Voicechat zusammenspielen, profitieren davon, dass sämtliche Reaktionen im selben Raum stattfinden.
Das führt allerdings auch dazu, dass manche taktischen Einschätzungen nicht mehr ausschließlich über Headset übertragen werden.
Insbesondere die Frage, warum niemand auf den fehlenden Midlaner hingewiesen habe, besitzt im selben Raum eine gewisse akustische Reichweite.
Spielerzahl und Gruppenflexibilität
League of Legends zeigt besonders deutlich, warum Spielerzahl und Gruppenflexibilität zwei unterschiedliche Kriterien sein müssen.
Das klassische Format kann zehn menschliche Spieler gleichzeitig aufnehmen. Für eine LAN ist das eine ordentliche Kapazität.
Mit genau zehn Teilnehmern funktioniert das Spiel hervorragend: Zwei vollständige Fünferteams können das reguläre Wettbewerbserlebnis austragen.
Die Flexibilität endet allerdings beinahe exakt dort.
Bei neun Spielern fehlt einem Team ein menschlicher Teilnehmer. Bei elf Spielern kann einer nicht am regulären 5vs5 teilnehmen. Auch zwölf oder dreizehn Personen erzeugen kein größeres Spielformat, sondern zusätzliche Teilnehmer außerhalb der laufenden Partie.
Bots ändern daran für unsere LAN-Betrachtung nichts. Entscheidend ist, wie viele der tatsächlich anwesenden Menschen sinnvoll gemeinsam in dasselbe reguläre Match integriert werden können.
Auch ARAM löst das strukturelle Problem nicht, weil das reguläre Format ebenfalls auf zwei Fünferteams ausgelegt ist.
League of Legends besitzt damit eine gute Spielerzahl, aber eine außergewöhnlich geringe Gruppenflexibilität.
Das ist kein Widerspruch.
Zehn Plätze sind zehn Plätze.
Sie befinden sich nur in einem Spiel, das ziemlich genaue Vorstellungen davon hat, wie viele davon besetzt sein sollen.
Balancing und Umgang mit Skillunterschieden
League of Legends besitzt einen enormen Skillgap.
Mechanik ist dabei nur ein Teil des Problems. Championwissen, Matchups, Kartenverständnis, Wave Management, Objectives und Erfahrung greifen gleichzeitig ineinander.
Ein Anfänger sieht möglicherweise einen Gegner mit wenig Lebenspunkten und erkennt eine Gelegenheit.
Ein Veteran sieht denselben Gegner, denkt zusätzlich an die Position des gegnerischen Junglers, den Zustand der Minion-Wave, verfügbare Summoner Spells und die unangenehme Möglichkeit, dass die vermeintliche Gelegenheit genau deshalb so einladend aussieht.
Das Spiel selbst gleicht diesen Unterschied innerhalb eines privaten Matches kaum aus.
Eine bewusste Teamzusammenstellung kann allerdings helfen.
Starke und schwächere Spieler können so verteilt werden, dass beide Mannschaften insgesamt ein ähnliches Leistungsniveau besitzen. Rollen lassen sich zusätzlich danach vergeben, welche Champions und Aufgaben den Teilnehmern vertraut sind.
Damit lässt sich ein großer Skillgap abfedern.
Beseitigt wird er nicht.
Ein erfahrener Spieler kann Calls übernehmen, Rotationen erklären und seinen Mitspielern helfen. Er kann aber nicht gleichzeitig deren Champions steuern oder verhindern, dass ein deutlich stärkerer Gegner eine Lane dominiert.
Gerade weil die Rollen zunächst relativ eigenständig funktionieren, können große individuelle Unterschiede unmittelbar Einfluss auf die gesamte Partie nehmen.
Team-Mixing ist deshalb wichtig.
Es verwandelt Anfänger nur nicht in Veteranen.
Erfahrung und Atmosphäre auf der LAN
Kommunikation und Teamwork
Teamplay gehört zu den größten Stärken von League of Legends.
Kaum eine wichtige Aktion findet vollständig isoliert statt. Ganks, Drachen, Baron, Türme und große Teamkämpfe verlangen Abstimmung zwischen mehreren Rollen.
Selbst Informationen sind eine Ressource.
Wo befindet sich der gegnerische Jungler?
Welche Ultimate fehlt?
Wer besitzt Teleport?
Kann das Team ein Objective beginnen oder wird aus dem geplanten Drachen gerade eine sehr aufwendige Methode, dem Gegner fünf Kills und anschließend den Drachen zu schenken?
Auf einer LAN funktioniert diese Kommunikation besonders unmittelbar.
Calls müssen nicht ausschließlich über Voicechat laufen, Reaktionen sind sofort hörbar und gemeinsame Erfolge erzeugen schnell eine starke Teamdynamik.
Genau deshalb verdient League of Legends beim Teamplay die Höchstwertung.
Das Spiel belohnt Zusammenarbeit nicht nur.
Es erwartet sie.
Spielfluss und Dynamik
League-Partien bestehen aus mehreren Phasen.
Die frühe Spielphase wird stark von den einzelnen Lanes, Farm und ersten Ganks geprägt. Mit zunehmender Dauer gewinnen Objectives, Rotationen und größere Teamkämpfe an Bedeutung.
Dadurch entwickelt sich eine Partie über längere Zeit und kann sehr unterschiedliche Verläufe nehmen.
Für eine LAN ist diese Dynamik spannend, aber nicht besonders leicht zu takten.
Ein Match kann relativ früh entschieden sein oder deutlich länger dauern. Drafting, Ladezeiten und mögliche technische Unterbrechungen kommen zusätzlich hinzu.
Für Turniere sollten deshalb ausreichend große Zeitfenster eingeplant werden.
Best-of-Serien verstärken das Problem.
Ein Best-of-Three klingt auf dem Papier zunächst überschaubar.
Auf einem eng getakteten LAN-Plan besitzt „wir sind gerade in Game zwei“ dagegen eine bemerkenswert geringe Aussagekraft darüber, wann der nächste Programmpunkt tatsächlich beginnen kann.
Spaßfaktor
Mit einer passenden Gruppe kann League of Legends auf einer LAN ausgesprochen intensiv sein.
Das Spiel produziert klare Rivalitäten, spektakuläre Teamkämpfe und Situationen, in denen mehrere Teilnehmer gleichzeitig verstehen, dass eine einzige Entscheidung gerade das gesamte Match verändert hat.
Besonders stark ist das direkte Teamgefühl.
Ein gemeinsam vorbereiteter Baron, ein sauber ausgeführter Engage oder eine erfolgreiche Verteidigung der eigenen Basis fühlen sich im selben Raum deutlich unmittelbarer an als in einer anonymen Online-Partie.
Der Skillgap kann diesen Spaß allerdings erheblich beeinflussen.
Wenn einzelne Teilnehmer wesentlich stärker oder schwächer sind als der Rest, können Lanes früh einseitig werden. Das Match bleibt dann zwar formal ein 5vs5, fühlt sich aber nicht zwingend wie ein ausgeglichener Wettbewerb an.
Eine gute Teamzusammenstellung ist deshalb für gemischte LAN-Gruppen fast wichtiger als die Championauswahl.
Wobei man das dem Teilnehmer, der seinen Main nicht bekommen hat, möglicherweise erst nach der Partie erklärt.
Zusätzliche Features
Champions, Rollen und Spielvarianten
Die große Championauswahl sorgt für enormen Wiederspielwert.
Unterschiedliche Rollen, Teamkompositionen und Matchups verändern den Verlauf einer Partie deutlich. Selbst dieselben zehn Spieler können dadurch mehrere Matches hintereinander austragen, ohne exakt denselben Wettbewerb zu wiederholen.
Für erfahrene Gruppen ist das eine enorme Stärke.
Für Einsteiger erhöht dieselbe Vielfalt allerdings die Lernhürde. Wer nicht nur den eigenen Champion, sondern auch Fähigkeiten und Gefahren der Gegner einschätzen möchte, muss sehr viel Wissen aufbauen.
ARAM bietet eine zugänglichere und chaotischere Alternative zum klassischen Summoner’s Rift und eignet sich gut für lockerere Runden.
Es verändert allerdings nicht die grundlegende Gruppenproblematik.
Auch dort bleibt League of Legends ein Spiel, das seine zehn menschlichen Plätze ausgesprochen überzeugend füllt.
Nur eben nicht den elften.
Turniere und LAN-Events
League of Legends ist grundsätzlich hervorragend für Turniere geeignet.
Zwei feste Teams, Championauswahl, Drafting, klare Siegbedingungen und Custom Games liefern bereits einen großen Teil dessen, was ein organisierter Wettbewerb benötigt.
Brackets, Gesamtwertungen und organisatorische Regeln müssen außerhalb des Spiels verwaltet werden.
Für eine LAN sollte vor allem die Teilnehmerzahl frühzeitig feststehen.
Mit exakt zehn Spielern kann unmittelbar ein vollständiges 5vs5 ausgetragen werden. Bei größeren Gruppen werden mehrere Teams und ein entsprechender Turnierbaum benötigt. Problematisch sind vor allem Teilnehmerzahlen, aus denen sich keine vollständigen Fünferteams bilden lassen.
Auch die Skillverteilung sollte bei vereinsinternen oder gemischten Wettbewerben berücksichtigt werden.
Ein Draft oder eine vorherige Einteilung nach Spielstärke kann erheblich dazu beitragen, ausgeglichene Mannschaften zu erzeugen. Dabei sollte nicht nur ein einzelner Gesamtwert betrachtet werden. Rollenkenntnis spielt bei League eine erhebliche Rolle.
Zwei Spieler können insgesamt ähnlich stark sein und trotzdem keine austauschbaren Teammitglieder darstellen, wenn beide ausschließlich dieselbe Position beherrschen.
Unser Verein Tastensport verfügt über Erfahrung mit der Durchführung von Turnieren und der Verwaltung von Ergebnissen bei LAN-Events. Diese spezielle Expertise steht exklusiv unseren Sponsoren zur Verfügung.
League of Legends ist damit ein bemerkenswertes LAN-Spiel.
Es ist kostenlos, technisch genügsam, wettbewerbsstark und besitzt hervorragendes Teamplay.
Es verlangt dafür eine stabile Verbindung zu externen Servern, verträgt große Leistungsunterschiede nur begrenzt und hat bei der Gruppengröße ungefähr die Flexibilität eines sehr gut organisierten Fünferteams.
Zweimal.
Besten Dank!
Autor: MooKo


