Age of Empires II auf der LAN: Wololo seit 1999
Fazit: Age of Empires II ist ein echter Klassiker des Echtzeitstrategie-Genres und auch Jahrzehnte nach seinem Erscheinen ein hervorragendes LAN-Spiel. Der Reiz entsteht aus einer Mischung, die erstaunlich wenig von ihrer Wirkung verloren hat: Wirtschaft aufbauen, Zeitalter vorantreiben, gegnerische Entwicklungen lesen und gemeinsam mit dem Team entscheiden, ob die nächsten Ressourcen in die eigene Eco, militärischen Druck oder den rettenden Technologiesprung fließen. Gerade Teamspiele erzeugen eine enorme Dynamik und können Leistungsunterschiede zumindest teilweise auffangen, weil Aufgaben verteilt, Angriffe koordiniert und schwächere Mitspieler unterstützt werden können. Der erhebliche Skillgap verschwindet dadurch allerdings nicht. Bei der Gruppengröße zeigt sich AoE II dagegen ausgesprochen flexibel: Vom Duell bis zum vollen 4v4 funktionieren zahlreiche reguläre Konstellationen, während Koop, Handicaps und Custom Games zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Lediglich ungerade Teilnehmerzahlen sind für symmetrische Teamspiele etwas weniger elegant. Die zweite große Herausforderung bleibt die schwer kalkulierbare Spieldauer. Technisch spricht heute fast alles für die Definitive Edition, während Original und HD vor allem für bewusst nostalgische Setups interessant bleiben. Und wer seine Build Order noch sortiert, während auf der anderen Seite der Karte bereits der Castle-Age-Sound ertönt, bekommt den Unterschied zwischen „wir spielen einfach eine lockere Runde“ und Age of Empires II meist ziemlich anschaulich erklärt.









