Men of War: Assault Squad 2 auf der LAN: Wer hat den Goliath durchgelassen?
LAN-Übersicht
Version 1.0 am 13.09.2026
| Spielname | Men of War: Assault Squad 2 |
|---|---|
| Tastensport-Empfehlung | Sehr gut, besonders für taktisch eingespielte Gruppen auf vergleichbarem Skillniveau. |
| Kurzfazit | Ein außergewöhnlich tiefes Team-Echtzeittaktikspiel mit nativem LAN, starkem PvP und hervorragendem Koop. Assault Squad 2 belohnt Vorbereitung und Teamarbeit wie kaum ein anderer LAN-Titel, verlangt dafür aber eine steile Lernkurve und kommt mit deutlichem Skillgap. |
| Geeignete Spielerzahl | PvP bis 8v8; Koop-Skirmishes bis 8 Spieler. |
| Empfohlene Gruppengröße | 4 bis 8 Spieler für übersichtliche Teamgefechte; größere PvP-Runden sind möglich, erhöhen aber Koordinations- und Organisationsaufwand deutlich. |
| Spielzeit | Gut über Modus, Siegbedingungen und Zeitlimits steuerbar; für feste Turnierblöcke vorher klare Regeln definieren. |
| LAN-Aufwand | Mittel: Nativer LAN-PvP und LAN-Koop sind vorhanden, Patchstand und gegebenenfalls Workshop-Inhalte sollten aber vorbereitet sein. |
| Internetanforderungen | Für den eigentlichen LAN-Multiplayer nicht als Matchmaking-Grundlage nötig; für Steam, Installation, Updates, Accounts und Workshop-Inhalte bei der Vorbereitung einplanen. |
| Wettbewerbseignung | Hoch, besonders Assault Zones und Frontlines eignen sich für organisierte Teamduelle. |
| Wiederspielwert | Sehr hoch durch zahlreiche Karten, Modi, Koop, Direct Control und umfangreiche Workshop-Unterstützung. |
| Tastenresultat | 8,00 von 10 Tasten |
| Zielgruppe | Taktikfans, eingespielte Teams und LAN-Gruppen, die komplexere Spiele nicht scheuen. |
Tastenresultat
Wie wir die LAN-Tauglichkeit bewerten und was die einzelnen Tasten-Kriterien bedeuten, erfährst du in unserem Bewertungssystem für LAN-Game Reviews.
Spielerfahrung: 6,75 von 10 Tasten
- Umgang mit Skillunterschieden: 5 von 10
- Teamplay: 10 von 10
- Lernkurve: 3 von 10
- Spaßfaktor: 9 von 10
Voraussetzungen und Funktionsfähigkeit: 8,75 von 10 Tasten
- Technische Anforderung: 10 von 10
- LAN-Setup: 8 von 10
- Performance: 8 von 10
- Preis: 9 von 10
Wettbewerbstauglichkeit: 8,50 von 10 Tasten
- Turniermodus: 7 von 10
- Spielerzahl: 10 von 10
- Gruppenflexibilität: 10 von 10
- Zeit: 7 von 10
Gesamtwertung: 8,00 von 10 Tasten
Fazit
Men of War: Assault Squad 2 ist kein Spiel, das man einer ungeübten LAN-Runde fünf Minuten vor Turnierbeginn hinwirft. Wer die Einstiegshürde akzeptiert, bekommt dafür eines der stärkeren taktischen Teamspiele für den gemeinsamen Raum. Infanterie, Panzer, Geschütze, Sichtlinien, Munition und Direct Control greifen so eng ineinander, dass Kommunikation nicht nur Bonus, sondern Teil des eigentlichen Spiels ist. Der native LAN-Modus, PvP bis 8v8 und Koop für bis zu acht Spieler geben Veranstaltern ungewöhnlich viel Spielraum. Besonders stark wird Assault Squad 2, wenn die Teilnehmer ungefähr auf Augenhöhe spielen. Dann trennt die enorme Spieltiefe die Gruppe nicht, sondern gibt ihr einen gemeinsamen Werkzeugkasten für Pläne, Rollenverteilung und jene Gefechte, über die nach dem Match länger diskutiert wird als über das Ergebnis.
Spielbeschreibung
Eben noch schiebt man drei Infanterietrupps durch ein Dorf, Sekunden später sitzt man per Direct Control selbst hinter dem Geschütz eines Panzers und versucht, den einen Schuss durch eine Häuserlücke zu setzen. Genau dieser Wechsel zwischen taktischem Überblick und unmittelbarer Kontrolle macht Men of War: Assault Squad 2 so eigenständig.
Das 2014 erschienene Echtzeittaktikspiel von Digitalmindsoft verzichtet weitgehend auf klassischen Basisbau und stetige Wirtschaftsproduktion. Stattdessen steht das Gefecht selbst im Mittelpunkt: Einheiten werden angefordert, Infanteristen tragen eigenes Inventar und Munition, Fahrzeuge reagieren auf Treffer an unterschiedlichen Komponenten und praktisch jeder Soldat oder jedes Fahrzeug lässt sich direkt übernehmen.
Für eine LAN ist diese Mischung besonders ergiebig. Einer organisiert Infanterie am Objective, ein anderer bringt einen Panzer in Stellung, der nächste sichert ein Geschütz oder kümmert sich um Nachschub. Und dann beobachtet das ganze Team, wie ein eigentlich sauberer Plan innerhalb weniger Sekunden von Artillerie, einer flankierenden Panzerfaust oder einem unglücklich abgestellten Munitionsfahrzeug zerlegt wird. Assault Squad 2 produziert nicht nur Ergebnisse, sondern Schlachtfeldgeschichten.
Multiplayer-Setup im LAN-Modus
Grundsätzliche LAN-Voraussetzungen
Die Steam-Fassung unterstützt ausdrücklich LAN-PvP und LAN-Koop. Für eine klassische LAN muss die eigentliche Partie deshalb nicht über öffentliches Matchmaking organisiert werden. Das ist ein handfester Vorteil gegenüber vielen moderneren Multiplayer-Spielen: Das lokale Netz ist hier nicht bloß die gemeinsame Internetzufahrt, sondern kann tatsächlich die Grundlage des Matches bilden.
Ganz ohne Vorbereitung sollte trotzdem niemand in die Schlacht ziehen. Jeder Teilnehmer sollte das Spiel vor der Veranstaltung installiert, gestartet und auf denselben Patchstand gebracht haben. Steam-Anmeldung, Installation, Updates und gegebenenfalls Workshop-Inhalte sind die Punkte, für die Internet vorab sinnvoll bleibt. Ein vollständig isoliertes Setup sollte deshalb einmal getestet werden, statt am Veranstaltungstag zur spontanen Feldübung zu werden.
Das Game-Setup
Mit Multiplayerkarten und Modi von 1v1 bis 8v8 sowie Koop-Skirmishes für bis zu acht Spieler ist Assault Squad 2 für sehr unterschiedliche Gruppengrößen geeignet. Kleine Gruppen können kompakte 2v2- oder 3v3-Gefechte spielen, während eine große Runde bis zu 16 aktive Spieler in einer einzigen PvP-Partie unterbringen kann.
Die maximale Größe ist allerdings nicht automatisch die beste. Assault Squad 2 verlangt permanent Aufmerksamkeit auf mehreren Ebenen. Schon in kleineren Teams laufen Infanteriebewegungen, Fahrzeuge, Nachschub, Deckung und Objectives parallel. Für vier bis acht Spieler bleibt die eigene Verantwortung meist klarer erkennbar. Ein volles 8v8 kann spektakulär sein, wird aber deutlich schwerer zu lesen und zu koordinieren.
Vor dem Start sollten Teams, Karte, Modus und Siegbedingungen feststehen. Wer Workshop-Mods oder Custom Maps verwendet, verteilt diese besser vor der LAN und prüft den gemeinsamen Stand vollständig. Bei einem Spiel mit derart umfangreicher Workshop-Unterstützung ist „ich habe fast dieselben Mods“ keine brauchbare Versionsverwaltung.
Technik und Performance im LAN-Modus
Hardware-Anforderungen und Performance
Hardwareseitig ist Assault Squad 2 heute ausgesprochen genügsam. Die offiziellen Mindestanforderungen liegen mit 4 GB RAM, DirectX-11-Grafik und 6 GB Speicher weit unter dem, was ein typischer aktueller LAN-Rechner bereitstellt. Die ursprünglichen Windows-Angaben stammen aus einer älteren Generation. Für die Praxis ist inzwischen vor allem entscheidend, dass Steam selbst ein unterstütztes modernes Windows voraussetzt.
Die niedrige Einstiegshürde bedeutet trotzdem nicht, dass jede Extremsituation kostenlos ist. Assault Squad 2 simuliert zahlreiche Einheiten, Projektile, Fahrzeuge und zerstörbare Objekte gleichzeitig. Vanilla-Partien und normale Gruppengrößen stellen auf heutiger LAN-Hardware kaum ein Problem dar. Sehr große Gefechte und schwere Modpacks können die CPU- und Simulationslast dagegen sichtbar erhöhen.
Netzwerk und Stabilität
Der native LAN-Modus ist einer der größten Pluspunkte des Spiels. Eine lokale Partie muss nicht über einen öffentlichen Matchmaking-Umweg organisiert werden, wodurch externe Abhängigkeiten deutlich sinken. Für Veranstalter ist das angenehm unspektakulär: gleicher Patchstand, identische Mods, Lobby einmal testen. Danach ist meist weniger Netzwerkakrobatik nötig als bei manchem deutlich jüngeren Titel.
Konkrete Portfreigaben oder exotische IP-Konfigurationen sollten deshalb auch nicht vorsorglich zum Ritual erhoben werden, wenn sie für die gewählte lokale Runde gar nicht benötigt werden. Bei Assault Squad 2 ist gute Vorbereitung wichtiger als Netzwerkfolklore.
Grafik und Sound
Optisch ist Assault Squad 2 sichtbar gealtert, funktional passt die Darstellung aber erstaunlich gut zur LAN. Deckung, Wracks, Gebäude und Fahrzeugtypen müssen vor allem lesbar sein. Der eigentliche Reiz entsteht aus der Veränderung des Schlachtfelds: Häuser werden beschädigt, Fahrzeuge bleiben als Hindernisse liegen und eine zuvor sichere Position kann nach wenigen Treffern völlig anders aussehen.
Der Sound sorgt dafür, dass auch der Nachbartisch mitbekommt, wenn irgendwo gerade etwas passiert. Das ist bei einem Taktikspiel nicht selbstverständlich. Assault Squad 2 kann minutenlang konzentriert wirken und dann den ganzen Raum auf einen einzelnen Panzer, einen Durchbruch oder einen katastrophalen Treffer ziehen.
Gameplay im LAN-Modus
Spielmodi und Regelgestaltung
Für kompetitive LAN-Runden ist Assault Zones der naheliegendste Ausgangspunkt. Teams kämpfen um strategische Zonen und sammeln über deren Kontrolle Siegpunkte. Das zwingt beide Seiten zur Bewegung und verhindert, dass eine Partie ausschließlich zum vorsichtigen Vernichten gegnerischer Einheiten wird. Objectives erzeugen Fronten, Flanken und klare Konfliktpunkte. Genau das braucht ein organisiertes Teamspiel.
Frontlines arbeitet mit Angriffs- und Verteidigungsrollen und eignet sich ebenfalls gut für feste Teams. Für einen Wettbewerb bietet sich ein Seiten- beziehungsweise Rollenwechsel an, damit unterschiedliche Ausgangslagen nicht zum endgültigen Urteil über zwei Mannschaften werden. Combat stellt die Vernichtung gegnerischer Einheiten stärker in den Mittelpunkt. Dazu kommen weitere Varianten sowie der kooperative Skirmish-Modus gegen die KI.
Der Koop ist dabei mehr als ein Anhängsel. Bis zu acht Spieler können gemeinsam antreten. Für gemischte Gruppen ist das eine wertvolle Alternative zum direkten PvP. Wer aus einem Wissensunterschied nicht sofort ein vierzigminütiges Lehrstück über Panzerungswinkel machen möchte, kann neue Spieler zunächst gemeinsam gegen die KI einbinden.
Balancing und Fairness im LAN-Modus
Für einen Neuling ist ein Panzer zunächst ein Panzer. Der Veteran sieht Frontpanzerung, Seitenwinkel, Reichweite, mögliche Trefferzonen und die Frage, welche Munition gerade sinnvoll wäre. Ähnlich sieht es bei Infanterie, Sichtlinien, Deckung, Kartenpositionen und Direct Control aus. Genau deshalb ist der Skillgap erheblich: Erfahrung verwandelt sich unmittelbar in bessere Entscheidungen und häufig auch in bessere Ausführung.
Bei stark unterschiedlichen Erfahrungsständen sollten Teams deshalb nicht zufällig zusammengelost werden. Gute Teamverteilung ist wesentlich wirkungsvoller als improvisierte Sonderregeln. Das Spiel selbst besitzt keine mächtige Handicap-Mechanik, bietet aber brauchbare Möglichkeiten zur Abfederung. Ein schwächerer Spieler kann einen begrenzten Frontabschnitt übernehmen, Nachschub organisieren oder ein Objective halten, während erfahrenere Mitspieler komplexere Mikroaufgaben übernehmen. Auch der Koop gegen KI hilft bei der Integration. Das federt den Wissensvorsprung ab, lässt ihn aber nicht verschwinden.
Seine eigentliche Klasse zeigt Assault Squad 2, wenn die Teilnehmer ungefähr auf demselben Niveau spielen. Dann wird die Tiefe nicht zur Trennlinie zwischen Veteranen und Einsteigern, sondern zum gemeinsamen Werkzeugkasten. Aufgaben werden verteilt, Frontabschnitte abgestimmt und einzelne Situationen per Direct Control entschieden. Gerade in solchen ausgeglichenen Gruppen kann das Spiel einen LAN-Abend vollständig tragen.
Erfahrung und Atmosphäre im LAN-Modus
Kommunikation und Teamwork
Hier spielt Assault Squad 2 seine größte LAN-Stärke aus. Ein einzelner Spieler kann unmöglich jede Front gleichzeitig perfekt kontrollieren. Wer gemeinsam spielt, teilt deshalb nicht nur Einheiten, sondern Aufmerksamkeit. Einer meldet einen Panzer, der nächste verschiebt die Pak, ein dritter drückt Infanterie durch eine Deckungslücke. Gute Kommunikation verändert unmittelbar, was auf der Karte passiert.
Das Teamplay bleibt dabei flexibel. Es gibt keine starre Rollenwahl vor Matchbeginn, trotzdem bilden sich Zuständigkeiten fast automatisch. Im gemeinsamen Raum funktioniert das hervorragend, weil Zurufe schneller und natürlicher sind als eine formale Kommandostruktur. „Panzer links“ kann hier eine vollständige taktische Lagebesprechung ersetzen. Vorausgesetzt, irgendjemand hat tatsächlich noch etwas, das den Panzer aufhält.
Spielfluss und Dynamik
Die Lernkurve ist die Kehrseite dieser Tiefe. Neue Spieler müssen nicht nur Einheiten bewegen. Sie müssen verstehen, warum Infanterie in Deckung gehört, wie Fahrzeuge positioniert werden, weshalb Munition plötzlich fehlt, welche Waffen gegen welche Ziele taugen und warum ein teuer gekauftes Fahrzeug keineswegs automatisch sicher ist. Dazu kommt Direct Control als zusätzliche Bedien- und Entscheidungsebene.
Eine kurze Einführung in Kamera, Auswahl, Deckung, Einheitenanforderung und Direct Control reicht, um überhaupt mitzuspielen. Sie reicht noch nicht, um ein Gefecht selbstständig gut zu lesen. Wer Assault Squad 2 fest ins LAN-Programm nimmt, sollte Neulingen deshalb wenigstens eine Trainings- oder Koop-Runde geben.
Sobald diese Hürde genommen ist, entsteht eine ungewöhnlich gute Mischung aus Planung und Unberechenbarkeit. Frontlinien entwickeln sich nachvollziehbar und können trotzdem durch einen verlorenen Panzer, einen Flankenangriff oder ein zusammenbrechendes Objective innerhalb weniger Minuten kippen.
Spaßfaktor
Assault Squad 2 ist besonders stark, wenn die Gruppe nach einer Partie noch zehn Minuten darüber diskutiert, warum genau dieser eine Angriff niemals hätte funktionieren dürfen. Das Spiel produziert solche Situationen fast automatisch, weil seine Systeme ineinandergreifen und Fehler physisch auf der Karte zurücklassen.
Direct Control verstärkt diesen Effekt. Ein taktisches Strategiespiel erlaubt plötzlich, einen einzelnen Soldaten oder ein Fahrzeug unmittelbar zu steuern und damit einen entscheidenden Moment selbst auszuspielen. Das kann grandios funktionieren oder in Sekunden enden. Beides ist LAN-tauglich. Für reine Gelegenheitsspieler bleibt die Einstiegshürde real. Für Taktikfans und ausgeglichene Gruppen kann Assault Squad 2 dagegen zu den Höhepunkten eines LAN-Wochenendes gehören.
Zusätzliche Features im LAN-Modus
Mods und Custom Content
Die Steam-Workshop-Integration ist für langfristige LAN-Nutzung ein großer Bonus. Workshop, Karteneditor und Missionseditor erweitern das ohnehin große Grundspiel um Custom Maps, Missionen und umfangreiche Total Conversions. Damit lässt sich Assault Squad 2 weit über die Vanilla-Inhalte hinaus verwenden.
Für eine organisierte LAN gilt trotzdem: Mods sind Inhalt und zusätzliche Fehlerquelle zugleich. Sobald sie Teil eines geplanten Wettbewerbs werden, müssen alle Teilnehmer exakt dieselbe Zusammenstellung besitzen und diese sollte vorab getestet sein. Große Total Conversions können zusätzlich mehrere Gigabyte verteilen. Spontanes Mod-Hopping während eines laufenden Turnierblocks ist daher eher Feldversuch als Veranstaltungsplanung.
Preis und Verfügbarkeit
Beim Preis spielt Assault Squad 2 sein Alter als Vorteil aus. Das Grundspiel ist im Handel und bei Aktionen regelmäßig für sehr wenig Geld erhältlich. Wer nicht ausgerechnet zum ungünstigsten Zeitpunkt für eine komplette Gruppe einkauft, kann die Einstiegskosten pro Teilnehmer deshalb sehr niedrig halten. Zusätzliche Inhalte und Editionen existieren, für reguläre LAN-Partien liefert aber bereits das Grundspiel sehr viel Multiplayer- und Koop-Inhalt.
Gerade für eine LAN, bei der mehrere Teilnehmer eine eigene Kopie benötigen, ist diese günstige Verfügbarkeit ein starkes Argument. Weil Aktions- und Händlerpreise schwanken, gehört kein kurzfristiger Einzelpreis in einen langlebigen Artikel. Entscheidend ist, dass das umfangreiche Grundspiel immer wieder zu sehr niedrigen Einstiegskosten erhältlich ist.
Turnier-Modi und LAN-Events
Assault Squad 2 besitzt sehr gute Voraussetzungen für organisierten Teamwettbewerb, aber kein vollständiges Turniersystem. Die eigentliche Match-Infrastruktur ist stärker als die Eventverwaltung. Modi und Ergebnisse funktionieren, Bracket, Setzliste und Gesamtorganisation bleiben Aufgabe des Veranstalters.
Assault Zones bietet sich als Standardmodus an. Klar definierte Teams, identische Einstellungen und eine vorher festgelegte Map-Auswahl reichen für Gruppenphasen oder Best-of-Serien bereits weit. Frontlines eignet sich ebenfalls, sollte wegen der unterschiedlichen Angriffs- und Verteidigungsrollen mit Seitenwechsel gespielt werden.
Auch die Matchdauer lässt sich organisieren, hängt aber von Modus und Einstellungen ab. Für einen festen Zeitplan sollte deshalb niemand einfach „eine Runde Men of War“ eintragen, sondern Siegbedingungen und gegebenenfalls ein Zeitlimit vorher festlegen. Das Spiel kann einen hervorragenden Wettbewerbsblock liefern. Nur die Veranstaltung darum herum baut man selbst.
Unser Verein Tastensport verfügt über Erfahrung mit der Durchführung von Turnieren und der Ergebnisverwaltung bei LAN-Events. Assault Squad 2 liefert dafür mit nativem LAN, klaren Teammodi und flexiblen Spielerzahlen eine sehr gute technische Grundlage. Diese spezielle Expertise steht unseren Sponsoren zur Verfügung.
Men of War: Assault Squad 2 belohnt Vorbereitung. Wer die Gruppe auf denselben Stand bringt, Neulinge nicht direkt ins kalte 8v8 wirft und bei PvP-Runden auf halbwegs ausgeglichene Teams achtet, bekommt ein taktisches LAN-Spiel, bei dem Teamkommunikation, individuelle Entscheidungen und sichtbare Schlachtfeldgeschichten ungewöhnlich eng zusammenkommen.
Gerade wenn die Skills ähnlich verteilt sind, zeigt sich, warum der Titel trotz seines Alters noch immer Klasse besitzt: Nicht ein einzelner Spieler trägt die Runde, sondern ein Team, das gemeinsam versucht, einen Plan lange genug am Leben zu halten, bis die nächste Artilleriegranate einschlägt.
Besten Dank!
Autor: MooKo

