LAN 2026 – Battlegrounds : Der tiefe Fall des omegas
Es ist Winter 2026.
Das Jahr ist jung, die Nächte lang, und Kenner des gehobenen Tastensports wissen: Es ist LAN-Zeit.
Aus einem fernen Land angereist, eine brachiale Gaming-Maschine im Handgepäck, ließ sich Omegas nicht einmal von den bewährten Schikanen Ryanairs aufhalten. Ziel: Werneuchen. Mission: nicht letzter werden. Und die Voraussetzungen waren vielversprechend.
Als ewiger Tabellenführer im Golf hatte er dort quasi schon Punkte sicher. CS2 und Rocket League waren solide vorbereitet, West Hunt würde notfalls über reine Intelligenz gelöst werden. Selbst für Among Us hatte er einen Masterplan: Apfelschorle ist der Imposter. Diese Information behielt er für sich — Insiderwissen zahlt sich bekanntlich aus.
Doch das wahre Ass im Ärmel sollte Hearthstone: Battlegrounds werden. Exzessives Training auf dem Handy, schlechtes WLAN, eiserner Wille. Kurzzeitig konnte Omegas sogar dem übermächtigen MooKo die MMR-Krone streitig machen. Die Battlegrounds-Welt nahm Notiz.
Dann, kurz vor der LAN, begann das Unheil.
Innerhalb einer Woche verlor Omegas über 1200 MMR. Das Selbstvertrauen bröckelte, das Mojo verschwand. Was folgte, war eine Performance, die die Battlegrounds-Community gleichermaßen ungläubig wie peinlich berührt zurückließ.
Als frisch gebackener geteilter Zweitplatzierter der Battlegrounds-Liga angereist, sollte es eigentlich Punkte regnen und der vorletzte LAN-Platz gesichert werden. Stattdessen: Clan-War-Modus. Omegas wurde aufgrund seiner vermeintlichen Battlegrounds-Stärke in Erpels Clan gepickt. Die Enttäuschung, die folgen sollte, wurde nur noch von Mulles verlorenem Loot in Rust übertroffen.
Start im Winner Bracket per Losentscheid.
Trotz eines herrlichen Pirate-APM-Builds reichte es gegen absurde Lucker-Boards mit Elementals und Undead nur zu Platz 5 in Runde 1. Abstieg ins Loser Bracket. Die Moral: sichtbar angeknackst.
Dort folgte zwar ein relativ ungefährdeter erster Platz, allerdings in einem Feld, in dem sich auch Spezialisten wie Thrillhouse tummelten — großer Fan des Spiels, absolute Vollkatastrophe in der Ausführung. Tragischerweise ebenfalls Teil von Erpels Clan. Zu sehr mit sich selbst beschäftigt, schaffte es Omegas nicht, seinen Buddy irgendwie in die Punkte zu coachen. Auch diese Runde endete in einem kleinen Desaster.
Der Sieg brachte eine zweite Chance im Winner Bracket.
Eine Chance, die Omegas mit fliegenden Fahnen vergeigte. Platz 7. Wieder Elementals, wieder Undead, diesmal ohne jegliches Gegenmittel. Sein Board: schlicht peinlich. Nicht der Rede wert.
Also erneut: Loser Bracket. Spiel um Platz 9.
Wer nun hoffte, Omegas würde wenigstens hier noch einmal kurz seine Klasse aufblitzen lassen, wurde bitter enttäuscht. Damage um Damage prasselte auf ihn ein. Bereits auf Turn 6 war er in Killrange. Und wie es das Schicksal wollte, traf er genau in diesem Moment auf seinen Clan-Buddy Thrillhouse. Mit Ach und Krach rang er ihm ein Unentschieden ab.
Einsam, mutlos und praktisch aufgegeben, spielte Omegas danach einen klassischen Alles-oder-Nichts-Turn. Er überlebte bis Turn 9, kaufte einen großen Time Warp und sicherte sich im finalen Fight denkbar knapp den Sieg im Loser Bracket.
Platz 9.
Zwei Siege.
Ein Resultat.
Eine riesengroße Enttäuschung für Omegas, der seine Punkte für diese LAN fortan woanders holen musste.
Und wie.
Doch die Höhen dieser LAN — sie verdienen einen eigenen Beitrag.

