LAN-Game Review: Company of Heroes – Legacy Edition

Die Tastenresultate wurden auf Grundlage dieses Reviews mit Fokus auf den LAN-Modus ermittelt. Die Kategorien ergeben sich aus dem arithmetischen Mittel der entsprechenden Unterkategorien.

Spielerfahrung 8 von 10 Tasten

  • Skillgaps 7 von 10
  • Teamplay 9 von 10
  • Lernkurve 7 von 10
  • Spaßfaktor 9 von 10

Voraussetzungen und Funktionsfähigkeit 8,25 von 10 Tasten

  • Technische Anforderung 9 von 10
  • LAN-Setup 8 von 10
  • Performance 9 von 10
  • Preis 7 von 10

Wettbewerbstauglichkeit 5 von 10 Tasten

  • Turniermodus 4 von 10
  • Kompensation Skillgaps 6 von 10
  • Spielerzahl 5 von 10
  • Zeit 5 von 10

Gesamtwertung 7,08 von 10 Tasten

Fazit: Company of Heroes – Legacy Edition ist ein taktisches Meisterwerk und ein Paradebeispiel für intensive Strategieschlachten im LAN-Modus. Auch wenn der fehlende Turniermodus und deutliche Skillgaps die Wettbewerbstauglichkeit etwas einschränken, überzeugt das Spiel mit enormer Atmosphäre, starkem Teamplay und authentischem Kriegsfeeling. Die stabile Performance und das einfache LAN-Setup machen es zu einem echten Dauerbrenner für nostalgische Strategen und moderne Taktiker gleichermaßen.

Company of Heroes – Legacy Edition erschien 2013 bei SEGA und vereint das mehrfach ausgezeichnete Echtzeit-Strategiespiel von Relic Entertainment mit seinen Erweiterungen. Das Spiel versetzt die Spieler in entscheidende Schlachten des Zweiten Weltkriegs und kombiniert intensive taktische Gefechte mit Ressourcen- und Truppenmanagement. Besonders hervorzuheben ist der LAN-Modus, der es ermöglicht, ohne Internetverbindung in lokalen Mehrspielerpartien gegeneinander oder im Team anzutreten – ein Kernfeature für Turniere und Community-Events. Damit bleibt die Legacy Edition nicht nur ein historisch geprägtes Strategiespiel, sondern auch eine stabile Plattform für klassische Multiplayer-Erlebnisse.

Grundsätzliche LAN Voraussetzungen

Das Spiel ist in der gleichen Version und mit allen erforderlichen Patches auf jedem PC der LAN-Teilnehmer installiert. Die PCs sind über Ethernet-Kabel mit einem Switch verbunden. Die Firewall-Einstellungen auf jedem PC erlauben den Datenverkehr von Company of Heroes (Standardmäßig über TCP/UDP-Port 6112 sowie verwandte DirectPlay-Ports, falls erforderlich). Zudem muss sichergestellt werden, dass alle PCs im selben Subnetz sind (IP-Adressen im Bereich 192.168.1.XX).

Es ist keine dauerhafte Internetverbindung erforderlich, da die Spiele rein über das lokale Netzwerk laufen. Lediglich für die Installation, das Einspielen von Patches oder die erste Aktivierung über Steam kann eine Internetverbindung notwendig sein.

Versionen

Der erste Teil der Reihe erschien 2006 und legte den Grundstein für das Gameplay. Schon das Hauptspiel unterstützte klassischen Offline-LAN-Multiplayer. Später kamen die Erweiterungen Opposing Fronts (2007) und Tales of Valor (2009) hinzu, die jeweils neue Fraktionen und Kampagnen einführten. Auch diese Add-ons boten LAN-Unterstützung. Heute ist die Company of Heroes – Legacy Edition über Steam verfügbar, die alle Inhalte bündelt. Diese Version erlaubt weiterhin LAN-Spiele, auch wenn die Funktion inzwischen an Steam gebunden ist und nur mit identischen Versionen im lokalen Netz zuverlässig funktioniert.

Mit der Fortsetzung verlagerte sich der Kriegsschauplatz an die Ostfront. Zwar gibt es hier umfangreiche Einzelspieler- und Online-Mehrspielermodi, doch einen klassischen LAN-Modus bietet Company of Heroes 2 nicht mehr. Matches laufen ausschließlich über die Infrastruktur von Steam bzw. Relic Online, sodass für LAN-Partys keine echte Offline-Option zur Verfügung steht.

Der neueste Teil der Serie versetzt die Spieler in den Mittelmeerkriegsschauplatz und baut auf einer modernen Engine auf. Auch hier gilt: Multiplayer ist nur online möglich, ein Offline-LAN-Modus ist nicht vorhanden. Damit setzt Relic die Linie von Teil zwei fort und verzichtet komplett auf lokale Netzwerkunterstützung.

Favorit: Die Community, insbesondere in Foren wie Reddit oder Fandom, favorisiert ganz klar Company of Heroes 1 inklusive der Erweiterungen.

Kompatibilität unterschiedlicher Betriebssysteme und Clientauswahl

Company of Heroes – Legacy Edition ist grundsätzlich für Windows entwickelt worden, eine native Unterstützung von macOS oder Linux existiert nicht, weshalb ein reines Mischsetup aus verschiedenen Betriebssystemen im LAN Modus ohne zusätzliche Hilfsmittel nicht funktioniert. Zwar kann die Linux Community über Proton oder Wine eine lauffähige Umgebung schaffen, jedoch ist dies nicht offiziell unterstützt und kann zu Inkompatibilitäten führen. Für ein stabiles LAN Erlebnis empfiehlt es sich daher, dass alle Teilnehmer Windows nutzen und dieselbe Spielversion inklusive aller Patches installiert haben. Zudem ist es unerheblich ob die Installation über Steam oder aus einer älteren Retail Version stammt, wichtig ist lediglich, dass alle Clients dieselbe Version besitzen, um eine gemeinsame LAN Verbindung aufzubauen.

Das Game-Setup

Wenn Company of Heroes – Legacy Edition im LAN Modus gestartet wird, gelangen die Spieler nach dem Laden in die Mehrspieler Sektion und wählen dort die Option LAN Spiel aus. Einer der Teilnehmer eröffnet ein neues Spiel und wird dadurch automatisch zum Host, die anderen Teilnehmer treten über das Netzwerk der Lobby bei. In der Lobby lassen sich verschiedene Parameter anpassen, so kann der Host die Karte aus einer umfangreichen Auswahl bestimmen und dabei sowohl offizielle als auch installierte Community Karten nutzen. Ebenso wird die Spieleranzahl festgelegt und freie Slots können entweder mit menschlichen Mitspielern oder mit KI Gegnern in verschiedenen Schwierigkeitsstufen besetzt werden. Weiterhin kann die Startposition jedes Spielers auf der Karte definiert werden, was insbesondere für geplante Teamstrategien wichtig ist. Darüber hinaus bietet das Setup Optionen für Ressourcenverteilung, Siegesbedingungen wie etwa Annihilation oder Victory Points sowie die Spielgeschwindigkeit. Spieler können sich außerdem im Chat der Lobby absprechen, bevor die eigentliche Partie beginnt. Erst wenn alle Teilnehmer bestätigt haben, dass ihre Einstellungen korrekt sind und ihre Verbindungen stabil stehen, startet der Host die Partie und das Spiel wird synchron für alle geladen. Dieses Setup sorgt dafür, dass jede Runde individuell gestaltet werden kann und alle wichtigen taktischen Parameter vorab geklärt sind.

Hardware-Anforderungen und Performance

Das Spiel stellt im LAN-Betrieb folgende Hardware-Anforderungen:

  • Prozessor: Mindestens Intel Pentium 4 mit 2,0 GHz oder gleichwertig, empfohlen Intel Core 2 Duo mit 3,0 GHz
  • Arbeitsspeicher: Mindestens 2 GB RAM, empfohlen 4 GB RAM
  • Grafikkarte: Mindestens 256 MB DirectX 9.0c kompatibel (z. B. ATI Radeon X300 oder NVIDIA GeForce 6600), empfohlen 512 MB oder mehr (z. B. ATI Radeon X1900 oder NVIDIA GeForce 8800 Serie)
  • DirectX: Version 9.0c oder höher
  • Netzwerk: 100 Mbps Ethernet-Netzwerkverbindung
  • Speicherplatz: 20 GB freier Festplattenspeicher
  • Betriebssystem: Mindestens Windows XP, empfohlen Windows 7

Das Game erschien 2013 und basiert auf einer Engine, die für damalige Verhältnisse technisch anspruchsvoll war, jedoch im Vergleich zu modernen Spielen deutlich geringere Anforderungen stellt. Selbst Low Budget PCs oder mittelpreisige PCs aus dem Jahr 2019 liegen in allen relevanten Komponenten wie Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und Grafikkartenleistung weit über den Mindest- und auch über den empfohlenen Systemvoraussetzungen. Während das Spiel ursprünglich schon mit einem Dual Core Prozessor, 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer einfachen DirectX 9 Grafikkarte flüssig laufen konnte, bringen Rechner von 2019 selbst im unteren Preisbereich meist mindestens einen Vierkernprozessor, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine DirectX 11 fähige Grafikeinheit mit. Damit erfüllen sie die Anforderungen nicht nur problemlos, sondern ermöglichen auch im LAN Modus mit mehreren Spielern stabile und flüssige Partien ohne Einschränkungen.

Von technischer Seite ist eine exzellente Performance zu erwarten. Sollten dennoch Performance-Probleme auftreten, verweisen wir auf den folgenden Abschnitt für weitere Informationen und Lösungen.

Der Host und Netzwerkstabilität

Der Host übernimmt eine zentrale Rolle für die Netzwerkstabilität, da er das Spiel erstellt, die Lobby verwaltet und während der Partie als Referenzpunkt für alle Datenübertragungen dient. Eine stabile und leistungsfähige Hardware sowie eine zuverlässige Netzwerkverbindung des Hosts sind entscheidend, weil Verzögerungen oder Leistungseinbrüche auf seiner Seite direkte Auswirkungen auf alle Mitspieler haben können. Je besser die Ressourcen des Hosts in Bezug auf Prozessor, Arbeitsspeicher und Netzwerkschnittstelle sind, desto flüssiger verläuft die Synchronisation zwischen den Clients, was die Gefahr von Lags oder Desynchronisation verringert.

Grafik und Sound

Die Grafik von Company of Heroes – Legacy Edition zeigt sich im LAN-Modus von ihrer besten Seite, denn sie basiert auf der ursprünglichen Engine aus dem Jahr 2006, die für ihre Zeit außergewöhnlich detaillierte Schlachtfelder bot. Auch heute wirkt sie atmosphärisch und glaubwürdig, mit realistischen Beleuchtungseffekten, dynamischen Schatten und liebevoll gestalteten Einheitenmodellen. Explosionen werfen Staub und Schutt auf, Panzerketten hinterlassen Spuren im Boden, und zerstörte Gebäude bleiben als Ruinen zurück, was das Schlachtfeld lebendig und chaotisch wirken lässt. Durch die Legacy-Version wurden Texturen leicht überarbeitet und an moderne Auflösungen angepasst, sodass das Spiel auf aktuellen Systemen scharf und klar dargestellt wird, ohne den klassischen Stil zu verlieren. Der Sound trägt entscheidend zur Stimmung bei, denn jede Einheit hat eigene Sprachsamples, die authentische Funksprüche simulieren, während Gewehrfeuer, Artillerieeinschläge und das Kreischen von Panzerketten eine dichte Frontatmosphäre erzeugen. Die Musik ist orchestral und dynamisch, sie passt sich dem Gefechtsgeschehen an und steigert die Spannung in intensiven Momenten.

Der Host hat im LAN-Modus keinen direkten Einfluss auf die Grafik- oder Soundqualität anderer Spieler, da diese Parameter lokal von jedem Teilnehmer festgelegt werden. Jeder Spieler kann also seine eigenen Grafikeinstellungen und Audiopegel unabhängig anpassen, ohne dass dies die Performance oder Darstellung der anderen beeinflusst. Allerdings kann der Host indirekt die Spielerfahrung beeinflussen, indem er die Kartenwahl, Wetterbedingungen und Spieloptionen bestimmt, die wiederum visuelle und akustische Eindrücke der Schlacht verändern. Wenn der Host beispielsweise eine Karte mit dichtem Nebel oder nächtlicher Beleuchtung auswählt, wirkt sich das auf die Atmosphäre und den Klangraum des gesamten Gefechts aus, bleibt aber technisch von der individuellen Grafikkonfiguration der einzelnen Rechner getrennt.

Im LAN-Modus von Company of Heroes – Legacy Edition können bis zu acht Spieler gleichzeitig an einer Partie teilnehmen.

Spielmodi

Im LAN-Modus von Company of Heroes – Legacy Edition stehen mehrere Spielmodi zur Verfügung, die den taktischen Anspruch und die Vielseitigkeit des Spiels voll zur Geltung bringen. Der zentrale Modus ist der klassische Gefechtsmodus, in dem Spieler entweder allein gegen die KI oder gemeinsam mit Freunden im lokalen Netzwerk antreten können. Dabei lassen sich die Teams frei zusammenstellen, sodass sowohl Eins-gegen-Eins-Duelle als auch groß angelegte Schlachten mit bis zu acht Teilnehmern möglich sind. Jede Partie beginnt mit dem Aufbau einer Basis und der Sicherung strategischer Punkte auf der Karte, um Nachschub und Treibstoff zu sichern. Diese Ressourcen sind entscheidend für den Ausbau der Armee und den Bau mächtiger Fahrzeuge, wodurch jede Entscheidung auf dem Schlachtfeld Gewicht erhält.

Neben den reinen Gefechten gibt es Varianten, die unterschiedliche Spielziele verfolgen. Besonders beliebt ist der Siegpunktmodus, bei dem es nicht nur darum geht, den Gegner zu vernichten, sondern durch das Halten bestimmter Kontrollpunkte Punkte zu sammeln und so den Sieg zu erringen. Dieser Modus sorgt für dynamische Frontverläufe und zwingt die Spieler, ständig auf Bewegung und taktische Anpassung zu setzen. Daneben existiert der klassische Vernichtungsmodus, in dem der Kampf erst endet, wenn alle gegnerischen Gebäude zerstört sind. Dieser Spieltyp ist intensiver und oft länger, da er vollständige Kontrolle über das Schlachtfeld erfordert.

Im LAN-Modus können außerdem individuelle Regeln festgelegt werden, etwa die Startressourcen, die verfügbaren Einheiten oder die Aktivierung spezieller Siegbedingungen. Dadurch lässt sich jede Partie flexibel an die Vorlieben der Spieler anpassen, was besonders bei LAN-Partys für Abwechslung sorgt. Auch kooperative Spiele gegen KI-Gegner sind möglich, bei denen menschliche Spieler gemeinsam gegen computergesteuerte Fraktionen antreten. Insgesamt bietet der LAN-Modus von Company of Heroes – Legacy Edition eine ausgewogene Mischung aus taktischer Tiefe, Teamspiel und strategischer Freiheit, die sowohl kurze Gefechte als auch langwierige Feldzüge erlaubt.

Balancing und Fairness im LAN-Modus

Das Balancing von Company of Heroes – Legacy Edition im LAN-Modus gilt als eines der stärksten Merkmale des Spiels, da es bereits in der ursprünglichen Version auf intensive Tests und eine sorgfältige Abstimmung der Fraktionen ausgelegt war. Die beiden Hauptarmeen, die Alliierten und die Wehrmacht, unterscheiden sich deutlich in Spielweise und Struktur, sind jedoch so gestaltet, dass keine Seite dauerhaft überlegen ist. Die Alliierten setzen auf flexible Infanterie, schnelle Fahrzeuge und taktische Anpassungsfähigkeit, während die Wehrmacht durch robuste Einheiten und starke Verteidigungsoptionen überzeugt. Dieses Zusammenspiel sorgt für eine lebendige Dynamik auf dem Schlachtfeld, bei der Strategie und Timing wichtiger sind als reine Zahlenstärke.

Im LAN-Modus kommt diese Ausgewogenheit besonders gut zur Geltung, da keine externen Server oder Verzögerungen das Spielgeschehen beeinflussen und somit jede Aktion präzise umgesetzt wird. Durch die identische Spielversion aller Teilnehmer bleibt das Kräfteverhältnis stabil und nachvollziehbar, was faire Bedingungen für kompetitive Partien schafft. Die Erweiterungen Opposing Fronts und Tales of Valor fügen zusätzliche Fraktionen wie die britische Armee oder die Panzerelite hinzu, wodurch sich das Balancing weiter verfeinert und neue taktische Möglichkeiten entstehen. Jede Fraktion besitzt dabei eigene Stärken und Schwächen, die erfahrene Spieler gezielt ausnutzen können. So kann eine gut platzierte Artilleriestellung ebenso spielentscheidend sein wie ein flankierender Angriff mit Panzern oder der geschickte Einsatz von Deckung. Insgesamt wird das Balancing der Legacy Edition von der Community als ausgereift und authentisch beschrieben, da es eine faire, taktisch anspruchsvolle und zugleich realistische Kriegssimulation bietet, in der Geschick und strategisches Denken über den Ausgang der Schlacht entscheiden.

Kommunikation und Teamwork

Die Kommunikation und das Teamwork im LAN-Modus von Company of Heroes – Legacy Edition sind zentrale Bestandteile des Spielerlebnisses und prägen maßgeblich den Verlauf einer Partie. Da sich alle Teilnehmer im selben lokalen Netzwerk befinden, ist die Abstimmung direkter und lebendiger als in Online-Spielen, weil Spieler meist über Sprache im Raum oder per Headset miteinander kommunizieren. Diese unmittelbare Form der Zusammenarbeit ermöglicht schnelle Reaktionen auf taktische Veränderungen und fördert ein starkes Gemeinschaftsgefühl, das besonders bei kooperativen Gefechten gegen die KI oder in Teamduellen spürbar wird. Eine gute Koordination zwischen den Mitspielern entscheidet häufig über Sieg oder Niederlage, da Einheitenbewegungen, Verteidigungsstellungen und Angriffsoffensiven präzise aufeinander abgestimmt werden müssen.

Im Spiel selbst unterstützen Markierungen und Befehle auf der Karte die Kommunikation, indem sie Ziele oder Bedrohungen sichtbar machen. Diese visuellen Hinweise ergänzen die mündliche Absprache und helfen dabei, strategische Schwerpunkte zu setzen, etwa beim Erobern von Siegpunkten oder beim Halten wichtiger Nachschubwege. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn sich Spieler auf bestimmte Rollen spezialisieren, etwa einer auf Infanterie und ein anderer auf Panzerunterstützung, wodurch die Stärken der einzelnen Fraktionen optimal genutzt werden. Das Teamwork entfaltet seine volle Wirkung durch gemeinsame Planung und spontane Improvisation während der Gefechte. Da jede Partie dynamisch verläuft, müssen Teams laufend Entscheidungen treffen, wer angreift, wer Ressourcen sichert oder wer einen Rückzug deckt. Diese taktische Abstimmung erzeugt ein starkes Gefühl von Zusammenhalt und lässt jede gewonnene Schlacht wie eine gemeinsame Leistung wirken. Insgesamt ist die Kommunikation im LAN-Modus von Company of Heroes – Legacy Edition ein entscheidender Erfolgsfaktor, weil sie den strategischen Tiefgang des Spiels mit der sozialen Komponente gemeinsamer Planung verbindet.

Spielfluss und Dynamik

Die Dynamik im LAN-Modus von Company of Heroes – Legacy Edition entsteht aus einem intensiven Zusammenspiel von Tempo, Strategie und situativer Anpassung. Jede Partie entwickelt sich organisch, weil die Frontlinien ständig in Bewegung sind und Spieler fortlaufend auf die Aktionen ihrer Gegner reagieren müssen. Anfangs konzentriert sich das Geschehen meist auf das schnelle Erobern von Nachschub- und Treibstoffpunkten, um die eigene Wirtschaft zu sichern, doch schon nach kurzer Zeit weiten sich kleine Scharmützel zu großflächigen Gefechten aus, in denen Infanterie, Fahrzeuge und Artillerie in komplexer Abstimmung agieren. Diese ständige Veränderung des Schlachtfelds sorgt für ein lebendiges Spielgefühl, das keine statischen Situationen zulässt und jeden Spieler zwingt, flexibel zu denken und schnell zu handeln.

Im LAN-Modus wird diese Dynamik zusätzlich verstärkt, weil alle Befehle ohne Verzögerung umgesetzt werden und Reaktionszeiten unmittelbar spürbar sind. Dadurch entsteht ein flüssiger Spielfluss, der taktische Entscheidungen noch bedeutsamer macht. Spieler können direkt auf die Bewegungen ihrer Mitstreiter reagieren, Angriffe koordinieren oder Verteidigungsstellungen spontan anpassen, was ein starkes Gefühl von Präsenz vermittelt, das in Online-Matches durch Latenz oft abgeschwächt wird. Der schnelle Informationsaustausch, sei es über Zurufe oder Markierungen auf der Karte, erzeugt einen energiegeladenen Spielverlauf, bei dem jede Sekunde zählt. Unterstützt wird diese Dynamik durch die zerstörbare Umgebung und das realistische Physiksystem, da jede Explosion das Gelände verändert und neue taktische Möglichkeiten schafft. So kann eine Artilleriesalve nicht nur feindliche Truppen vernichten, sondern auch Deckung zerstören und die strategische Situation dauerhaft verändern. Insgesamt entsteht im LAN-Modus eine mitreißende Mischung aus strategischer Tiefe, reaktiver Kontrolle und emotionaler Spannung, die das Spielgeschehen ständig in Bewegung hält und dafür sorgt, dass keine Partie der anderen gleicht.

Eine Partie im LAN-Modus von Company of Heroes – Legacy Edition dauert im Durchschnitt zwischen 30 und 60 Minuten, abhängig von Kartengröße, Spieleranzahl und gewähltem Spielmodus.

Spaßfaktor

Der LAN Modus bietet einen besonders hohen Spaßfaktor, da er das Spielgefühl intensiviert und die strategischen Gefechte in direkter Gesellschaft von Freunden erlebbar macht. Statt gegen anonyme Gegner anzutreten, sitzt man gemeinsam im selben Raum, was die Atmosphäre spürbar spannender und gleichzeitig geselliger macht. Jede Entscheidung, jeder taktische Zug und jeder überraschende Angriff wird sofort mit Reaktionen, Jubel oder Gelächter begleitet, was das Spielerlebnis lebendig und mitreißend gestaltet. Besonders reizvoll ist dabei die Möglichkeit, spontan Teams zu bilden, verschiedene Strategien auszuprobieren und sich gegenseitig herauszufordern, ohne auf Onlineverbindungen oder Serverprobleme angewiesen zu sein. Durch die unmittelbare Kommunikation entsteht ein flüssiges Zusammenspiel, das taktische Absprachen erleichtert und die Dynamik der Gefechte deutlich erhöht. Insgesamt sorgt der LAN Modus für ein nostalgisches, authentisches und gemeinschaftliches Spielerlebnis, das sowohl erfahrene Strategiefans als auch Gelegenheitsspieler begeistert.

Allerdings muss kritisch angemerkt werden, dass ein großes Skillgap zwischen den Spielern das Spielerlebnis beeinträchtigen kann. Jedoch stellt sich im Laufe der Zeit eine gewisse Lernkurve der Teilnehmer ein. LAN-Planer sollten daher die individuellen Fähigkeiten jedes Spielers berücksichtigen und einen Spielmodus entwickeln, der diesen Fähigkeiten gerecht wird.

Mods

Hier sind fünf beliebte Mod-Namen für Company of Heroes – Legacy Edition im LAN-Modus, jeweils mit kurzer Beschreibung der Mod-Möglichkeiten:

  1. „Blitzkrieg Mod“ bringt umfangreiche Änderungen wie neue Einheiten, erweiterte Doktrinbäume und realistischere Werte für Panzer und Infanterie, wodurch das Spiel deutlich taktischer und brutaler wird.
  2. „Eastern Front Mod“ fügt eine komplette sowjetische Fraktion hinzu, verändert Einheiten- und Technologiestrukturen und erweitert das klassische Spiel um neue strategische Tiefe.
  3. „Europe at War Mod“ legt den Schwerpunkt auf historischere Darstellung, viele neue Fahrzeuge, Einheiten und Karten, und verändert Balance sowie Gameplay im Multiplayer-Modus.
  4. „The Great War 1918 Mod“ versetzt das Spiel in den Ersten Weltkrieg und bringt Waffen, Fahrzeuge und Schlachtfelder dieser Ära ins Spiel, was LAN-Partien in ein völlig anderes Setting verwandelt.
  5. „Modern Combat Mod“ verlegt die Action in die Gegenwart mit modernen Waffen, Fahrzeugen und Fraktionen, wodurch das klassische WWII-Setting radikal verändert und für spannende LAN-Gefechte neu gestaltet wird.

Mod-Installationshinweise: Bevor man mit der Installation beginnt, sollte man sicherstellen, dass die Company of Heroes – Legacy Edition vollständig installiert und auf dem neuesten Stand ist. Anschließend lädt man die gewünschte Modifikation, etwa Blitzkrieg Mod, Eastern Front, Europe at War, The Great War 1918 oder Modern Combat, von einer vertrauenswürdigen Quelle wie ModDB oder dem Steam Workshop herunter. Nach dem Herunterladen entpackt man die Moddateien, meist als Archiv, in den Installationsordner des Spiels, der sich in der Regel unter C:\Programme (x86)\Steam\steamapps\common\Company of Heroes befindet. Dort legt man im Unterordner Company of Heroes Relaunch oder einfach Company of Heroes einen neuen Ordner mit dem Namen der Mod an und kopiert die Dateien hinein.

Im nächsten Schritt erstellt man eine Verknüpfung der CoH.exe, also der Hauptstartdatei des Spiels, auf dem Desktop. In den Eigenschaften dieser Verknüpfung ergänzt man den Zielpfad um den Startparameter der Mod, zum Beispiel -mod Blitzkrieg oder -mod Eastern_Front. So startet das Spiel direkt mit der gewünschten Mod. Einige Mods wie Europe at War oder Modern Combat enthalten einen eigenen Launcher, der diesen Vorgang automatisch erledigt.

Für den LAN-Modus ist entscheidend, dass alle Spieler exakt dieselbe Modversion installiert haben, inklusive identischer Patches und Daten. Bereits kleine Abweichungen können dazu führen, dass keine Verbindung hergestellt wird oder das Spiel beim Laden einer Karte abbricht. Um solche Probleme zu vermeiden, empfiehlt es sich, eine gemeinsame Kopie der Mod über ein lokales Laufwerk oder ein USB-Speichermedium zu verteilen.

Nach erfolgreicher Installation startet man das Spiel über den entsprechenden Startparameter, wählt im Hauptmenü den Punkt Mehrspieler, anschließend den LAN-Modus, und kann dann entweder eine eigene Sitzung erstellen oder einer bestehenden beitreten. Die Mods funktionieren im LAN-Modus ebenso stabil wie online, oft sogar besser, da keine Serververbindung benötigt wird und das Spiel dadurch besonders flüssig und zuverlässig läuft.

Turnier-Modi und LAN-Events

Company of Heroes – Legacy Edition bietet keine integrierten Turniermodi oder automatisierten Systeme zur Verwaltung von Partien und Punkteständen. Das Spiel verfügt weder über interne Rankings noch über offizielle Turnierfunktionen, da es sich um eine ältere Version ohne aktive Serverunterstützung handelt. Offizielle LAN-Events wurden vom Entwickler nicht organisiert.

Unser Verein, Tastensport, verfügt jedoch über eine umfassende Expertise in der Durchführung von Turnieren und der Verwaltung von Ergebnissen bei LAN-Events. Diese spezielle Expertise steht exklusiv unseren Sponsoren zur Verfügung.

Besten Dank!

Autor: MooKo

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